Archiv für die Kategorie ‘Arthrose’
Yucca
Beschreibung
Die Wüstenpflanze Yucca Schidigera zählt botanisch zu den Agavengewächsen und wird von den Indianern Mittel- und Nordamerikas, als „Baum des Lebens“ bezeichnet, seit mehreren tausend Jahren aufgrund seiner gesundheitsstärkenden Wirkungen eingesetzt.
Orthomolekularmediziner und Ernährungswissenschaftler kennen die Gründe: Aufgrund seiner Zusammensetzung aus reichlich sekundären Pflanzenstoffen, Enzymen, Vitaminen und Mineralstoffen und den zahlreichen wissenschaftlichen Studien der vergangenen Jahre, dient konzentrierter Yucca-Extrakt heute weltweit zur Gesundheitsförderung.
Besonders interessant sind die hohen Konzentration an Saponinen. „Sapo“ stammt aus dem Lateinischem und bedeutet „Seife“. Saponine fungieren ähnlich wie Seifen: Aufgrund ihrer Oberflächenaktivität und damit starken Bindungsfähigkeit „reinigen“ sie (vereinfacht) den Körper von unerwünschten Substanzen.
Anwendungsbereiche und Wirkungen
Anwendungsbereiche
Yucca Schidigera wird grundsätzlich zur Stärkung der körperlichen Abwehr eingesetzt und dient
• zur Linderung von entzündlichen Erkrankungen und degenerativen Gelenkbeschwerden (Arthritis, Arthrose, Rheuma)
• zur Entgiftung
• zur Stoffwechselaktivierung
• bei Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• bei Autoimmunerkrankungen
• zur Stärkung des Immunsystems
• zur Darmreinigung
Wirkungen
Entgiftung
Saponine besitzen die Eigenschaft, die Leber bei der Neutralisation von Giftstoffen zu unterstützen und die Nieren und Leber bei deren Entgiftungsfunktion zu entlasten. Sie dienen gleich einem „biologischen Putzmittel“ zur Reinigung des Körpers, da sie toxische Stoffe im Darm binden und ausscheiden können.
Entzündungslinderung
Ebenso werden Substanzen, die verantwortlich sind für entzündliche Erkrankungen
(Gicht, Arthritis, Rheuma) aus dem Körper geleitet. Bei degenerativen Gelenkerkrankungen kann dadurch eine bessere Beweglichkeit durch Abschwellen und Minderung von Entzündungen erreicht und Schmerzen vermindert werden. Als Ergebnis einer Doppelblindstudie an 165 Rheuma- und Arthritispatienten über 15 Monate wurde eine signifikante Schmerzlinderung und bessere Beweglichkeit durch Abschwellen, sowie Reduktion der Entzündungsprozesse festgestellt.
Senkung des Cholesterinspiegels
Saponine bilden auch mit Nahrungscholesterin einen Komplex, der die Darmwand nicht mehr passieren kann und ausgeschieden wird ohne in den Blutkreislauf zu gelangen. Ebenfalls binden Saponine Gallensäuren im Darm. Um wieder neue Gallensäure produzieren zu können, die der Körper benötigt, muss Cholesterin zu Gallensäuren umgebaut werden. Hierdurch verbraucht der Körper überschüssiges Cholesterin im Körper.
Verbesserung der Wirksamkeit von oralen Impfstoffen
Saponine erhöhen die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut und verstärken damit die Absorption und Wirksamkeit von oralen Impfstoffen.
Immunstärkung
Saponine stärken das Immunsystem durch die Förderung von Antikörperbildung.
Schleimlösung
Die Saponine dienen auch zur Schleimlösung, da sie die Bronchialsekretion anregen, den Schleim verflüssigen und einen schnellen Abtransport und das Abhusten erleichtern.
Bakterien- und Pilzhemmung
Ursprünglich dienen Saponine den Pflanzen als Schutzstoffe gegen Pilze und Bakterien. Die Saponine der Yucca Schidigera wirken auch im menschlichen Körper antibakteriell und fungizid. Pilzerkrankungen wie z.B. auch Infektionen mit dem Hefepilz Candida wird durch Saponine entgegengesteuert.
Wirkstoffe
Yucca-Extrakt gleicht einem „Potpourri“ aus Mikronährstoffen wie Enzymen, Chlorophyll, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Im Besonderen der hohe Gehalt an Saponinen hat wesentliche physiologische Wirkungen.
Saponine begünstigen die Aufnahme anderer Wirkstoffe indem sie seifenartig die Oberflächenspannung verringern können. Alle gleichzeitig vorhandenen Nährstoffe werden dadurch besonders effizient resorbiert und schon kleine Wirkstoffmengen können ihre synergistische Wirkung zeigen.
Zufuhrempfehlungen und Hinweise
Zufuhrempfehlung
Tägliche werden 1600 bis 2000 mg Yucca Extrakt empfohlen.
Literaturquellen
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MSM (Methyl-Sulfonyl-Methan)
Beschreibung
Methyl-Sulfonyl-Methan, abgekürzt MSM, ist eine natürliche organische Schwefelverbindung und ein essentieller Bestandteil menschlicher Körperstrukturen wie z.B. des Stütz- und Bindegewebes sowie von Haut, Haaren, Nägeln, Gelenken und Knorpel. MSM ist essentiell für die Kollagensynthese und an einer Vielzahl weiterer Körperfunktionen und Prozesse beteiligt. Vorbeugend wie auch therapieergänzend wird MSM bei Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt, da es sowohl auf die Funktion selbst als auch die Regeneration unterstützend wirkt.
Anwendungsbereiche und Wirkungen
Anwendungsbereiche
Die wichtigsten Anwendungsgebiete sind:
• Muskel- und Skelettsystem
• Förderung der Kollagensynthese (Haare, Haut, Nägel)
• Beschleunigung von Heilungsprozessen
• Linderung von Entzündungen und entzündlichen Erkrankungen
• Allgemeine Schmerzminderung
• Verbesserung der Blutzirkulation (Durchblutungsstörungen)
• Stärkung der Immunabwehr
• Antioxidativer Schutz
• Allergieminderung
• Regulierende Wirkung bei Magen-Darm-Beschwerden
• Verlangsamung der Gewebealterung
Wirkungen
Muskelaufbau
Für sportlich Aktive besonders interessant: MSM ist für die Ausbildung von flexiblen Verbindungen wischen den muskelbildenden Aminosäuren zu Muskelproteinen verantwortlich. MSM reduziert Muskelkrämpfe und beschleunigt die Regeneration und Heilung des Muskelgewebes. Bei Muskelkrämpfen, überanstrengten oder verspannten Muskeln, wirkt MSM entkrampfend und schmerzlindernd und verkürzt die Ausheilungszeit von muskulären Mikrorissen. Diese Effekte von MSM können durch den kombinierten Verzehr mit Vitamin C nochmals verstärkt werden.
Aktivierung der Kollagensynthese
Da MSM für die Kollagensynthese mitverantwortlich ist, dient es der Neubildung und der Elastizitätserhaltung von Haut, Haaren, Nägeln, Knochen, Muskeln und allen Organen.
Herz-Kreislauf-Unterstützung
MSM verbessert die Blutzirkulation und unterstützt das Herz-Kreislauf-System.
Immunstimulans und -regulator
MSM ist ein wichtiger Baustein für Enzyme und Immunfaktoren des Abwehrsystems. Aufgrund seiner antientzündlichen und antiallergischen Eigenschaften wird MSM es auch eingesetzt, um Allergien, Nahrungsmitteltunverträglichkeiten und asthmatische Erkrankungen (Überreaktionen des Immunsystems) vorzubeugen resp. die Symptome zu lindern.
Verdauungsförderung
MSM hat eine regulierende Wirkung auf die Verdauung und steuert Obstipation (Verstopfung) sowie Übersäuerung entgegen Auf der Darmschleimhaut bildet es eine Schutzschicht, die Darmparasiten daran hindert, sich im Darm festzusetzen. Die Magensäureproduktion kann durch MSM auch bei krankhafter so genannter hyperazider Gastritis (Überproduktion an Magensäure) normalisiert werden. Zudem wird die Magenschleimhaut vor Übersäuerung durch schwefelhaltige Mucopolysaccharide geschützt.
Beschleunigung von Entgiftungsprozessen
MSM kann Entgiftungsvorgänge von Schwermetallen und weiteren Schadstoffen beschleunigen und ist bei der Ausleitung von Alkohol, Steroide (Cholesterin) und Phenolen beteiligt.
Unterstützung bei Gelenkerkrankungen
Bei rheumatischen Gelenkerkrankungen z.B. Gelenkarthritis (Entzündung der Gelenke) und Arthrose fördert MSM den Erhalt der Gelenkfunktion. MSM baut die Knorpelstruktur auf und kann Gelenkschmerzen deutlich verringern, da es abschwellende und entzündungshemmende Wirkungen besitzt.
Dabei wird ein kombinierter Verzehr mit den Gelenknährstoffen Glucosaminsulfat und Chondroitinsulfat empfohlen, da sich die Stoffe MSM, Glucosamin und Chondrotin gegenseitig ergänzen und verstärken.
Verbesserung der Gehirnfunktionen
MSM hat die Fähigkeit, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Es verbessert die Sauerstoffversorgung und die Durchblutung der Hirn- und Nervenzellen. Hierdurch wird sowohl die geistige Leistungsfähigkeit als auch Wachheit gesteigert.
Zusammen mit den B-Vitaminen (Thiamin, Biotin, Pantothensäure, Niacin) und Vitamin C fungiert MSM als Aktivator für den Stoffwechsel und für gesunde und stabile Nerven.
Förderung von Heilungsprozessen
MSM beschleunigt die Regeneration und Heilung von geschädigtem Gewebe, auch z.B. Wundheilungs- und Narbenbildungsprozesse.
Verbesserung der Zelldurchlässigkeit
Methyl-Sulfonyl-Methan erhöht die Durchlässigkeit der Zellmembranen. Die Folge ist eine bessere sowie schnellere Aufnahme von Nährstoffen und eine schnellere Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten und toxischen Stoffen (Entgiftung). Auch die verbesserte Glukoseaufnahme bei Diabetikern und die höhere Sauerstoffaufnahme der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und damit bessere Sauerstoffversorgung der Zellen – auch von Sportlern genutzt – geht auf diese Fähigkeit zurück.
Antioxidative Wirksamkeit
MSM kann die Wirkung der Antioxidantien Vitamin C, E, Glutathion und Coenzym Q10 sowie ihre Aufnahme erheblich verstärken. Als Bestandteil der (schwefelhaltigen) Aminosäuren Methionin und Cystein sowie von schwefelhaltigen Enzymen schützt es gleichzeitig die Zellen vor oxidativen Schäden durch freie Radikale.
Antiallergische Wirksamkeit
MSM besitzt antiallergische Fähigkeiten, die mit denen von Antihistaminika vergleichbar sind, ohne jedoch deren Nebenwirkungen zu haben. MSM bildet auf den Schleimhäuten eine Schutzschicht, die Allergene an deren Anhaftung hindert.
Wirksamkeit gegen Parasiten
MSM wird erfolgreich gegen pathogene Bakterien, Pilze, Parasiten (z.B. Würmer, Trichomonaden) eingesetzt.
Verlangsamung der Gewebealterung
MSM besitzt eine große Rolle bei Alterungsprozessen der Gewebestrukturen. MSM kann negative Quervernetzungsprozesse von Kollagen und weiteren körpereigenen Eiweißverbindungen entgegensteuern. Der natürliche Gehalt an MSM in den Körpergeweben nimmt mit steigendem Lebensalter ab.
Zufuhrempfehlungen und Hinweise
MSM wird mit der Ernährung in zu geringen Mengen aufgenommen um seine Effekte zu entfalten. Eine Aufnahme in Form von Nahrungsergänzung ist daher sinnvoll.
Zufuhrempfehlung
Die übliche Tagesdosierung liegt bei 500 mg Methyl-Sulfonyl-Methan.
In therapeutischer Anwendung sind indikationsabhängig bis zu mehreren g möglich.
Hinweise
• MSM sollte wenigstens zwei bis vier Wochen lang verzehrt werden bis die Depots im Organismus aufgefüllt sind und die Effekte deutlich spürbar sind. Um vollwirksam zu sein, sollte MSM regelmäßig aufgenommen werden. Hohe Dosen sollten über den Tag verteilt eingenommen werden z.B. 3-5 x 500 mg MSM.
• Die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C oder Vitamin-C-haltigen Multi-Produkten beschleunigt und verstärkt die Effekte von MSM zusätzlich aufgrund des synergetischen Zusammenspiels der Mikronährstoffe. (Vitamin C ist zudem unentbehrlich für die Bildung von Kollagen, Elastin und Molekülen um Bindegewebe und Knorpel aufzubauen.)
• Bei allen Indikationen im Bereich Gelenkgesundheit wird der kombinierte Verzehr von MSM mit Glucosamin und Chondroitin angeraten.
Literaturquellen
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