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Archiv für die Kategorie ‘Entgiftung

Yucca

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Beschreibung

Die Wüstenpflanze Yucca Schidigera zählt botanisch zu den Agavengewächsen und wird von den Indianern Mittel- und Nordamerikas, als „Baum des Lebens“ bezeichnet, seit mehreren tausend Jahren aufgrund seiner gesundheitsstärkenden Wirkungen eingesetzt.
Orthomolekularmediziner und Ernährungswissenschaftler kennen die Gründe: Aufgrund seiner Zusammensetzung aus reichlich sekundären Pflanzenstoffen, Enzymen, Vitaminen und Mineralstoffen und den zahlreichen wissenschaftlichen Studien der vergangenen Jahre, dient konzentrierter Yucca-Extrakt heute weltweit zur Gesundheitsförderung.

Besonders interessant sind die hohen Konzentration an Saponinen. „Sapo“ stammt aus dem Lateinischem und bedeutet „Seife“. Saponine fungieren ähnlich wie Seifen: Aufgrund ihrer Oberflächenaktivität und damit starken Bindungsfähigkeit „reinigen“ sie (vereinfacht) den Körper von unerwünschten Substanzen.
Anwendungsbereiche und Wirkungen

Anwendungsbereiche
Yucca Schidigera wird grundsätzlich zur Stärkung der körperlichen Abwehr eingesetzt und dient

• zur Linderung von entzündlichen Erkrankungen und degenerativen Gelenkbeschwerden (Arthritis, Arthrose, Rheuma)
• zur Entgiftung
• zur Stoffwechselaktivierung
• bei Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• bei Autoimmunerkrankungen
• zur Stärkung des Immunsystems
• zur Darmreinigung
Wirkungen
Entgiftung
Saponine besitzen die Eigenschaft, die Leber bei der Neutralisation von Giftstoffen zu unterstützen und die Nieren und Leber bei deren Entgiftungsfunktion zu entlasten. Sie dienen gleich einem „biologischen Putzmittel“ zur Reinigung des Körpers, da sie toxische Stoffe im Darm binden und ausscheiden können.

Entzündungslinderung
Ebenso werden Substanzen, die verantwortlich sind für entzündliche Erkrankungen
(Gicht, Arthritis, Rheuma) aus dem Körper geleitet. Bei degenerativen Gelenkerkrankungen kann dadurch eine bessere Beweglichkeit durch Abschwellen und Minderung von Entzündungen erreicht und Schmerzen vermindert werden. Als Ergebnis einer Doppelblindstudie an 165 Rheuma- und Arthritispatienten über 15 Monate wurde eine signifikante Schmerzlinderung und bessere Beweglichkeit durch Abschwellen, sowie Reduktion der Entzündungsprozesse festgestellt.

Senkung des Cholesterinspiegels
Saponine bilden auch mit Nahrungscholesterin einen Komplex, der die Darmwand nicht mehr passieren kann und ausgeschieden wird ohne in den Blutkreislauf zu gelangen. Ebenfalls binden Saponine Gallensäuren im Darm. Um wieder neue Gallensäure produzieren zu können, die der Körper benötigt, muss Cholesterin zu Gallensäuren umgebaut werden. Hierdurch verbraucht der Körper überschüssiges Cholesterin im Körper.

Verbesserung der Wirksamkeit von oralen Impfstoffen
Saponine erhöhen die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut und verstärken damit die Absorption und Wirksamkeit von oralen Impfstoffen.

Immunstärkung
Saponine stärken das Immunsystem durch die Förderung von Antikörperbildung.

Schleimlösung
Die Saponine dienen auch zur Schleimlösung, da sie die Bronchialsekretion anregen, den Schleim verflüssigen und einen schnellen Abtransport und das Abhusten erleichtern.

Bakterien- und Pilzhemmung
Ursprünglich dienen Saponine den Pflanzen als Schutzstoffe gegen Pilze und Bakterien. Die Saponine der Yucca Schidigera wirken auch im menschlichen Körper antibakteriell und fungizid. Pilzerkrankungen wie z.B. auch Infektionen mit dem Hefepilz Candida wird durch Saponine entgegengesteuert.

Wirkstoffe

Yucca-Extrakt gleicht einem „Potpourri“ aus Mikronährstoffen wie Enzymen, Chlorophyll, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Im Besonderen der hohe Gehalt an Saponinen hat wesentliche physiologische Wirkungen.
Saponine begünstigen die Aufnahme anderer Wirkstoffe indem sie seifenartig die Oberflächenspannung verringern können. Alle gleichzeitig vorhandenen Nährstoffe werden dadurch besonders effizient resorbiert und schon kleine Wirkstoffmengen können ihre synergistische Wirkung zeigen.
Zufuhrempfehlungen und Hinweise

Zufuhrempfehlung
Tägliche werden 1600 bis 2000 mg Yucca Extrakt empfohlen.
Literaturquellen

1. Killeen, G.F.; Connolly, C.R.; Walsh, G.A.; Duffy, C.F.; Headon, D.R. and Power, R.F.:  The effects of dietary supplementation with Yucca schidigera extract or fractions thereof on nitrogen metabolism and gastrointestinal fermentation processes in the rat. J.Sci.Food Agri. 76: 91-99. (1998).
2. Hristov, A.N.; McAllister, T.A.; Van Herk, F.H.; Cheng, K.J.; Newbold, C.J. and Cheeke, P.R.: Effect of Yucca schidigera on ruminal fermentation and nutrient digestion in heifers. J.Anim.Sci. 77: 2554-2563 (1999).
3. Moore M: Medicinal plants of the mountain west. Museum of New Mexico Press, Santa Fe, NM;  169-170.(1979).
4. Li, X-C et al.: Antifungal Jujubogenin Saponins from Colubrina retusa, J. Nat. Prod.,  pp. 674-677, vol. 62:5. (1999).
5. Miyakoshi, M. et al.: Antiyeast Steroidal Saponins from Yucca schidigera (Mohave Yucca), A New Anti-Food-Deteriorating Agent, J. Nat. Prod.,  pp. 332-338, vol. 63:3. (2000).
6. Wallace, et al.: Influence of Yucca Shidigera Extract on Ruminal Ammonia Concentrations and Ruminal Microorganisms, Appl Environ Microbiol, Jun., pp. 1762-1767, vol. 60, Issue 6, Rowett Research Institute, Bucksburn, Aberdeen, United Kingdom, (1994).
7. Tanako, et al.: Application of Saponins in Foods and Cosmetics: Saponins of Mohave Yucca and Sapindus Mukurossi, Adv Exp Med Biol, pp. 1-11, vol. 405, Suzugamine Women’s College, Hiroshima, Japan, PMID 8910691, UI 97067277, Bibliographical Data. (1996).
8. Yeo, et al.: Effect of Feeding Diets Containing an Antibiotic, a Probiotic, or Yucca Extract on Growth and Intestinal Urease Activity in Broiler Chicks, Poult Sci, pp. 381-385, vol. 76, Issue 2, Department of Animal Science, Cheji National University, Republic of Korea, PMID 9057222, UI 97210047. (1997).
9. Lowe, et al.: The Ameliorating Effect of Yucca Schidigera Extract on Canine and Feline Faecal Aroma, Res Vet Sci, pp. 61-66, vol. 63, Issue 1, Gilbertson and Page Ltd., Welwyn Garden City, USA, PMID 9368958, UI 98035433. (1997).
10. Lowe, et al: Abstract of “The Effect of Yucca Schidigera Extract on Canine and Feline Faecal Volatiles Occurring Concurrently with Faecal Aroma Amelioration”, Res Vet Sci,  pp. 67-71, vol. 63, Issue 1, Gilbertson and Page Ltd., Welwyn Garden City, USA, PMID 9368959, UI 98035434. (1997).
11. Sen, et al.: Effect of Quillaja Saponaria Saponins and Yucca Schidigera Plant Extract on Growth of Escherichia Coli, Lett Appl Microbiol, pp. 35-38, Issue 1(1998).

Geschrieben von gesundreich

14. 1. 2009 um 12:30

Veröffentlicht in Arthritis, Arthrose, Entgiftung, Rheuma, Vitalstoffe

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CHLORELLA

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Beschreibung

Chlorella pyrenoidosa ist eine Gattung der einzelligen Süßwasser-Mikroalgen. Sie gehört zu den kleinsten, einfachsten und zugleich ältesten Lebensformen der Erde und besitzt etwa die Größe eines roten Blutkörperchens. Die Grünalge Chlorella besticht durch den höchsten Chlorophyllgehalt (3 %) aller bekannten Pflanzen, dem sie auch ihren Namen verdankt.
Chlorella dient als natürliche Nährstoffquelle, die dem Körper reichlich Makro- und Mikronährstoffe liefert, insbesondere Aminosäuren, Phytohormone, die Nukleinsäuren DNA und RNA, die für die Regeneration von Zellen benötigt werden, den Chlorella-Wachstums-Faktor CWF (auch Chlorella Groth Faktor, CGF, genannt) und reichlich Cholorophyll. Die  Eigenschaften der Chlorella-Alge sind mittlerweile gut erforscht. Neben seinen physiologisch und psychologisch aktivierenden Eigenschaften sowie der Förderung der körpereigenen Abwehr und eines gesunden Darmmilieus wird Chlorella therapeutisch zur Entgiftung toxischer Stoffe, vor allem bei der Schwermetallausleitung genutzt.

Anwendungsbereiche und Wirkungen

Anwendungsbereiche
• Entgiftung (Schwermetallausleitung)
• Immunstimulans
• Zellerneuerung
• Antioxidative Wirksamkeit
• Herz-Kreislauf-Unterstützung
• Colitis ulcerose und Morbus Crohn (Dünndarm- und Dickdarmentzündung)

Weitere positive Effekte werden bei/zur
- Blutarmut (Anämien)
- Blutzuckerkontrolle (Steigerung der Insulinresistenz),
- Wechseljahrsbeschwerden und
- der Muskelerkrankung Fibromyalgie
erzielt.

Wirkungen

Entgiftung
Der ausschließlich in der Zellwand der Chlorella-Alge befindliche Stoff Sporopollenin ist in der Lage, Schadstoffe wie toxische Schwermetalle, Arzneimittelrückstände und Pestizide zu binden, so dass diese ausgeschieden werden können. Chlorella wird daher therapeutisch zur Ausleitung von Metallen wie Cadmium, Blei, Nickel, Uran, Thallium und besonders häufig von Amalgam eingesetzt. Zudem erhöht Chlorella den Glutahionspiegel, wodurch die  Entgiftungsfunktion der Leber untestützt wirkt.

Immunstimulans
Chlorella stimuliert, über längere Zeit eingenommen, auf vielfältige Weise  die körpereigenen Abwehrkräfte. Die Alge erhöht die Zahl der Immunbotenstoffe, die der Körper bei Infektionen bildet. Diese Botenstoffe wiederum sorgen für die Aktivierung der unspezifischen (Makrophagen) und der spezifischen Immunabwehr (T- und B-Zellen). Grund sind die enthaltenen Polysaccharide Rhamnose, Arabinose, Glucose und Galactose sowie verschiedene Proteine. Menschen mit chronischer Immunschwäche profitieren besonders von der regelmäßigen Ergänzung der Chlorella-Alge.

Zellerneuerung
Vorraussetzung für die lebensnotwendige Fähigkeit des Körpers zur ständigen Zellerneuerung sind ausreichende Mengen der Nukleinsäuren DNS und RNS. Chlorella ist ein der besten Quellen für Nukleinsäuren. Ein Gramm Chlorella-Alge liefert 30 mg RNS und 3 mg DNS-Moleküle. DNA und RNA ermöglichen das Funktionieren der Körperprozesse und sind für die Ausbildung einer gesunden Darmflora, als Teil des Immunsystems, essentiell.

Antioxidative Wirksamkeit
Die Chlorella-Alge kann oxidative Schäden aufgrund der enthaltenen phenolischen Substanzen verhindern. Chlorella verhindert den Ausstoß von Stickstoffmonoxid (NO) der Körperzellen. Dieser setzt Entzündungsprozesse in Gang und fördert oxidative Schäden (Lipidoxidation). Durch die Gabe von Chlorella sinkt der NO-Ausstoß der Zellen und die Enzymsysteme der antioxidativen Abwehr (Superoxid-Dismutase, Katalase und Glutathion-Peroxidase) entwickeln sich stärker.

Herz-Kreislauf-Unterstützung
Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigten sowohl blutdruck- als auch Gesamtcholesterin- und LDL-Cholesterin senkende Fähigkeiten der Chlorella-Alge.

Entzündungslinderung
Chlroella wirkt hemmend auf alle entzündlichen Prozessen, z.B. bei Schleimhautentzündungen, Dickdarmentzündung (Colitis ulcerosa) und Dünndarmentzündung (Morbus Crohn).
Wirkstoffe
Die Trockensubstanz von Chlorella liefert
• 50 % Proteine (19 Aminosäuren, davon 8 essentielle),
• 20 % Polysaccharide (Rhamnose, Arabinose, Glucose, Galactose)
• 9 % Fett (davon 89 % ungesättigte Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren) und
• 3 % Chlorophyll.

Weitere relevante Inhaltstoffe:

• CWF: Der wertvolle Wachstumsfaktor (Chlorella Groth Faktor, CGF) ist ein aus u.a. sechs Aminosäuren zusammengesetzter Komplex. Er stimuliert das Wachstum und die Regeneration von Organismen, aktiviert die Synthese von Zellenergie, Proteinen und Enzymen und beschleunigt die Regeneration und Wundheilung bei Gewebeschäden.
• Mineralstoffe: Magnesium, Kalium, Mangan, Eisen, Zink, Calcium, Kalium, Selen
• Vitamine: Vitamin C, A und E, Niacin, Vitamin B-Komplex einschließlich Vitamin B12, Vitamin K, Pantothensäure, Folsäure und Carotinoide
Zufuhrempfehlungen und Hinweise

Zufuhrempfehlung
Zur normalen Vitalstoffergänzung werden 2-3 g täglich empfohlen, die zu den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.
Zur Entgiftung (z.B. von Schwermetallen) wird eine Einnahme von täglich 2 mal 3-4 g empfohlen.
Kur (2 Tage): Die Tagesdosis kann bei einer Chlorella-Kur nach ärztlicher Absprache auf bis zu 30 g erhöht werden. Danach werden 14 Tage lang etwa 3 g täglich eingenommen.

Gegenanzeigen
Es sind keine Neben- oder Wechselwirkungen bekannt. Selbst bei Mega-Dosen von mehreren 100g pro Tag sind keine negativen Effekte bekannt. Im Gegensatz zu Meeresalgen enthält Chlorella als Süßwasseralge nur geringe Spuren von Jod, so dass keine die Gefahr der Jodüberdosierung besteht. Eine häufige Grünfärbung des Stuhls basiert auf dem hohen Chlorophyllgehalt und ist harmlos.

Hinweis
Beim Kauf von Chlorellaprodukten sollte darauf geachtet werden, dass diese aus biologischen Züchtungen stammen.
Literaturquellen

1. Hasegawa T., Yoshikai Y., Okuda M. et al.: Accelerated restoration of the leukocyte number and augmented resistance against Escherichia coli in cyclophosphamide-treated rats orally administered with a hot water extract of Chlorella vulgaris. Int J Immunophamacol 12 (8):883-891. (1990).
2. Hasegawa, T., et al., Int. J. Immunopharmacol. 1995, 17 (6), 505 – 12 (1995).
3. Kralovec, J.A., et al., Int. Immunopharmacol. 2005, 5 (4), 689 – 98 (2005).
4. Konishi, F. et al.: Antitumor effect enduced by a hot water extract of Chlorella vulgaris (CE): Resistance to Meth-A tumor growth mediated by CE-induced polymorphonuclear leukocytes. Cancer Immunol. Immunother 19:73-78, (1985).
5. Kojima, M., Kasajima, T., Imai, Y., Kobayashi, S., et al.: A New Chlorella Polysaccharide and Its Accelerating Effect an the Phagocytic Activity of the Reticuloendothelial System. Recent Adv. R.E.S. Res. 13:11, (1973).
6. Kobayashi, S.: Influence of chlorella extract an reticuloendothelial phagocytosis of rats. Health and Industry Newsletter. Agricultural Chemical Convention. (1978).
7. Jitsukawa K., Suizu R.and Hidano A.: Chlorella photosensitization. New phytophotodermatosis. Int J Dermatol 1984; 23(4):263-268. (1984).
8. Konishi F., Tanaka K., Himeno K. et al.: Antitumor effect induced by a hot water extract of Chlorella vulgaris (CE): resistance to Meth-A tumor growth mediated by CE-induced polymorphonuclear leukocytes. Cancer Immunol Immunother 19(2):73-78. (1985).
9. Matsueda, S., Ichita, J., Abe, K., Karasawa, H., Shinpo, K.: Studies an antitumor active glycoprotein from Chlorella vulgaris. Yajugaku-Zasshi 102:447-451 (1982).
10. Merchant R. and Andre C.: A review of recent clinical trials of the nutritional supplement Chlorella pyrenoidosa in the treatment of fibromyalgia, hypertension, and ulcerative colitis. Altern Ther Health Med 7(3): 79-91. (2001).
11. Merchant R., Carmack C. and Wise C.: Nutritional supplementation with Chlorella pyrenoidosa for patients with fibromyalgia syndrome: a pilot study. Phytother Res 2000; 14 (3):167-173. (2000).
12. Nomoto, K., Yokokura, T., Satoh, H., Mutai, K.: Anti-tumor effect by oral administration of Chlorella extract. PCM-4. Gan To-Kagaku-Ryoho, 10(3), 781-5, (1983).
13. Tanka K, Yamada A, Noda K et al.: Oral administration of a unicellular green algae, Chlorealla vulgaris, prevents stress-induced ulcer. Planta Medica 1997; 63:465-466. (1997).
14. Takekoshi, H., et al.: Chemosphere. 2005, 59 (2), 297 – 304. Epub (2005).
15. Tanaka, K., et al. :, Infect. Immun. 1986, 53 (2), 267 – 271 (Medline abstract) (1986).
16. Yong-Yuh, C., et al.: Life Sci. 2005, 77 (9), 980 – 90 (2005).
17. Tanaka, K. et al.: Augmentation of antitumor resistance by a strain of unicellular green algae, Chlorella vulgaris. Cancer Immunol. Immunother. 17:90-94, 1984.
18. Yamaguchi, N. et al.: Immunomodulation by single cellular algae (Chlorella pyrenoidosa) and anti-tumor activities for tumor-bearing mice. Third International Congress of Developmental and Comparative Immunology, Reims, France, July 7-13, (1985).

Geschrieben von gesundreich

5. 12. 2008 um 16:47

Veröffentlicht in Entgiftung, Fibromyalgie, Morbus Crohn, Vitalstoffe

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ALFALFA

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Beschreibung

Alfalfa ist die aus dem Arabischen stammende Bezeichnung für die bei uns bekannte Pflanze Luzerne (Medicago sativa). Alfalfa ist eine reichhaltige Pflanze, die durch ihre Vielfalt an Inhaltsstoffen sowohl als natürliche Nährstoffquelle, Immunstimulans und als Tonikum (Stärkungsmittel) dient als auch prophylaktischen und therapeutisch eingesetzt wird.
Die Pflanzenstoffe, primär die zu 3 % enthaltenen Saponine, senken erhöhte Blutfettwerte, fördern die Verdauung, steuern klimakterischen Beschwerden entgegen, und besitzen stark antibiotische, entgiftende und entwässernde Eigenschaften.
Anwendungsbereiche und Wirkungen

Anwendungsbereiche
Alfalfa wird wegen seiner allgemein gesundheitsstärkenden Wirkungen und als Kräftigungsmittel (Tonikum) eingesetzt sowie bei/zur

• Entgiftung
• Entwässerung (Vorbeugung von Wassereinlagerungen)
• Diabetes mellitus
• arthritische Erkrankungen
• Störungen im Magen-Darm-System: Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Reizdarm
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen: erhöhte Blutfettwerte, Arteriosklerose, Bluthochdruck,
• Nervenerkrankungen: Demenz, Morbus Parkinson
• klimakterischen Beschwerden
Wirkungen
Senkung erhöhter Cholesterin- und Blutfettwerte
Alfalfa kann das Ausmaß einer bestehenden Arteriosklerose verringern sowie deren Entstehung vorbeugen. Der Grund hierfür liegt in den enthaltenen Saponinen. Diese hemmen die Cholesterinaufnahme im Darm und erniedrigen das Verhältnis von Gesamt- und LDL-Cholesterin zu HDL-Choelsterin. Weiterhin erhöhen die Steroide (z.B. Beta-Sitosterin) die Ausscheidung von fettähnlichen Substanzen und cholesterinhaltigen Gallensäuren im Stuhl.

Verdauung
Alfalfa fördert die Verdauungstätigkeit. Die Saponine stimulieren die Aktivität der Lipase, einem wichtigen Verdauungsenzym. Alfalfa hat sich bei Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit, Blähungen und Bachkrämpfen bewährt.

Entgiftung, Entwässerung und Säure-Basen-Ausgleich
Die Saponine des Alfalfas besitzen die Eigenschaft, die Leber bei der Entgiftung, der Neutralisation und Ausscheidung von Giftstoffen, zu unterstützen und Nieren und Leber zu entlasten. Sie dienen gleich einem „biologischen Putzmittel“ zur Reinigung des Körpers, da sie toxische Stoffe im Darm binden und ausscheiden können. Die Pflanzenstoffe des Alfalfa wirken zudem harntreibend (entwässernd) und können ein leicht gestörtes Säure-Basen-Gleichgewicht wieder ausgleichen.
 
Hormonelle Wirkungen
Im hormonellen Regelsystem wirkt Alfalfa zweifach:
Das Phytoöstrogen Coumestrol besitzt die höchste östrogene Aktivität von allen bisher bekannten Pflanzenhormonen. Bei klimakterischen Beschwerden hat sich Alfalfa daher besonders bewährt.
Da Alfalfa Eiweißbausteine enthält, die den menschlichen Schilddrüsenhormone ähneln, kann sein Verzehr Schilddrüsenerkrankungen prophylaktisch entgegensteuern.

Bakterien- und Pilzhemmung
Saponine sind stark antibiotisch und hemmen das Bakterien- und Pilzwachstum. Ihre Bedeutung für die Pflanze liegt unter anderem darin, diese vor Pilz- und Parasitenbefall zu schützen.

Entzündungslinderung
Die Saponine des Alfalfas haben mit Cortison vergleichbare Effekte. Substanzen, die verantwortlich sind für entzündliche Erkrankungen (z.B. Gicht, Arthritis) werden gebunden und mit ihrer Hilfe aus dem Körper geschieden. Bei degenerativen Gelenkerkrankungen kann eine deutliche Besserung der Beweglichkeit durch Abschwellen und Entzündungsminderung sowie Schmerzlinderung erzielt werden.

Blutzucker- und Gewichtskontrolle
Aufgrund der enthaltenen Saponine ist nach der Einnahme von Alfalfa-Extrakt eine leichte Senkung des Blutzuckerspiegels resp. ein langsamerer Anstieg festzustellen. Diabetiker profitieren daher besonders vom Verzehr. Alfalfa steigert zudem das Sättigungsgefühl und unterstützt die Gewichtskontrolle.

Immunsteigerung
Die Inhaltsstoffe des Alfalfas, Saponine, Flavonoide und weitere Pflanzenstoffe und Enzyme, stärken die Körperabwehr und verbessern die Sauerstoffaufnahme des Blutes. Gegenstand derzeitiger Untersuchungen ist, inwieweit Alfalfa-Extrakt zudem zur Verbesserung der Immunantwort auf Impfungen beitragen kann.

Wirkstoffe
Die wichtigsten Inhaltstoffe des Alfalfas sind

- alle essentielle Aminosäuren
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Saponine, Flavonoide, Isoflavonoide, Coumestrol u.a.
- Steroide: Beta-Sitosterin, Campesterol, Sigmasterol
- Stanchydrin
- Chlorophyll
- Vitamine: A, C, D, E, K, B1, B2, B3, B5, B6, B12, Biotin und Folsäure
- Mineralien: Calcium, Phosphor, Kalium, Eisen, Zink
Zufuhrempfehlungen und Hinweise

Zufuhrempfehlung
Alfalfa wird in einer täglichen Dosierung von 500 mg empfohlen. Eine hohe Bioverfügbarkeit liefert insbesondere Esterin Alfalfa-Extrakt.

 
Literaturquellen

1. Hänsel, R., Sticher, O.: Pharmakognosie – Pharmazie, 7. Auflage, Springer-Verlag Heidelberg (2004).
2. Heisler I., Sutherland M., Bachran C., Hebestreit P., Scznitger A,. Melzig M., Fuchs H. Combined application of saponin and chimeric toxins drastically enhances the targeted cytotoxicity on tumor cells. 106(1-2):123-37 (2005).
3. House, J.K. et al.:, J. Am. Vet. Med. Assoc, 209 (9), 1604-1607 (1996).
4. Kulling S.E., Watzl, B.: Ernährungs-Umschau 50 (6), 234-239 (2003).
5. Loesch-Fries, L. et al.: Expression of alfalfa mosaic virus RNA 4 in transgenic plants confers virus resistance. The embo Journal, Bd. 6, Nr. 7, 1987, Seiten 1845-1851,    (1987).
6. Malinow, M.R. et al.: J. Clin. Invest. 67, 156-162 (1981).
7. Montanaro A., Bardana Jr., E.J., Rheum. Dis. Clin. North Am., 17 (2), 3232-332 (Medline-abstract)(1991).
8. Mohle-Boetani, J.C. et al.: Ann. Intern. Med., 135, 239-247 (2003).
9. Watzl, B.: Saponine Ernährungs-Umschau 48 Heft 6 (2001).
10. Wyk, B.-E., Wink, C., Wink., M.: Handbuch der Arzneipflanzen, Wissenschaftliche Verlaggesellschaft mbH Stuttgart (2004).

Geschrieben von gesundreich

5. 12. 2008 um 16:43