Archiv für die Kategorie ‘Krebsvorbeugung’
Spirulina
Beschreibung
Spirulina, namentlich die „Spiralförmige“, ist eine mikroskopisch kleine Blaualge, die durch eine besonders günstige Nährstoffdichte und -vielfalt besticht. Obwohl die Wissenschaft mittlerweile 35 Spirulina-Arten kennt, ist Spirulina platensis durch ihre herausragende Zusammensetzung bei Wissenschaftlern die beliebteste Art der Spirulina-Algen.
Spirulina zählt zu den ältesten Lebensmitteln sowie den nährstoffdichtesten Pflanzen der Welt und wurde von vielen Völkern, wie z.B. den Azteken, als Nahrungsmittel zur Nährstoffdeckung verzehrt. Weit über die Hälfte der Alge, 62 %, bestehen aus hochwertigem Eiweiß mit allen neun lebensnotwenigen Aminosäuren sowie Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenstoffen. Spirulina wirkt immunstärkend und hat verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen in der Prävention und ergänzenden Therapie. Spirulina wird unter anderem auch zur Entgiftung, Schwermetallausleitung sowie von Leistungssportlern zur Stärkung des gesamten Organismus verwendet.
Anwendungsbereiche und Wirkungen
Anwendungsbereiche
• Nährstoffversorgung
• Entgiftung und Zellschutz
• Immunstärkung (auch bei Antibiotika-Behandlungen)
• antibakterielle und antivirale Wirkungen
• Allergien
• Anti-Aging-Wirkungen
• Senkung der Blutfettwerte
• Arteriosklerose
• Krebshemmung
• Hemmung der Blutgerinnung
• Entzündungsvorgänge im Körper
Nährstoffversorgung
Spirulina ist eine reiche Quelle an Proteinen und anderen Nährstoffen. Spirulina wurde traditionell als Nahrungsergänzung von Menschen genutzt, die nicht genügend Energie oder Nahrungseiweiß über ihre normale Ernährung aufnehmen konnten. Der große Vorteil im Vergleich zu anderen Pflanzen: Blaualgenzellen besitzen keine starre Zellwand aus Cellulose, sondern nur eine dünne Zellmembran. Hierdurch sind die Nährstoffe besonders leicht resorbierbar und besitzen eine hohe orale Bioverfügbarkeit. Die grüne Farbe erhalten Blaualgen durch das enthaltene Chlorophyll. Dies ist im Gegensatz zu Pflanzen nicht in den Chloroplasten, sondern direkt in der Zellmembran enthalten.
Spirulina enthält essentielle Fettsäuren wie die Gamma-Linolen- und die Linolsäure außerdem das „Anti-Aging-Enzym“ Superoxiddismutase, Mineralstoffe, Vitamine, Chlorophyll und das so genannte Phycocyanin.
Entgiftung und Zellschutz
Die so genannten Phytamine Chlorophyll, Phycocyanin und Spirulan besitzen entgiftende Fähigkeiten. Umweltschadstoffe, die sich im Fettgewebe angelagert haben, werden aus deren Depots geschleust und über die Nieren, die Leber und die Haut ausgeschieden. Spirulina wird auch zur Schwermetallausleitung z.B. für Cadmium oder Amalgan genutzt. Spirulina regt Reparaturprozesse am Erbgut (DNA) an und wirkt mehrfach zellschützend.
Immunstärkung (auch bei Antibiotika-Behandlungen)
Immunaktive Wirkstoffe wie das Phycocyanin stimulieren die blutbildenden Stammzellen im Körper und so die Synthese von roten und weißen Blutkörperchen, die wiederum die Bildung von Cytokinen (Zytokinen) und andern Immunzellen wie den Fresszellen (Makrophagen, Phagozyten) und Killerzellen vorantreiben. Cytokine sind kurzlebige kleine Eiweißstoffe, die von Zellen gebildet werden und als Regulatoren des Immunsystems wirken. Ihre Aktivität beeinflusst die Dauer und Intensität einer Immunantwort. Zu den Cytokinen gehören u.a. die Interferone, Interleukine und koloniestimulierende Faktoren. Spirulina stärkt gleichzeitig die Funktionen der wichtigen Immunorgane Thymusdrüse und Milz. Eine regelmäßig mehrmonatige Ergänzung mit Spirulina fördert außerdem das Wachstum der körpereigenen immun-aktiven Darmflora (wie z.B. Lactobacillus acidophilus), die durch Medikamenten- und speziell Antibiotika-Einnahmen zerstört werden.
Allergien
Spirulina, genauer der Inhaltstoff Phycocyanin, reduziert die Freisetzung von Histaminen aus den Mastzellen des Hautgewebes. Histamine sind so genannte Gewebshormone, die typische allergische Symptome wie Niesen, Augentränen, Nesselsucht und Gewebeschwellungen hervorrufen.
Senkung der Blutfettwerte
Die Ergänzung mit Spirulina kann die Blutfettwerte sowohl quantitativ als auch qualitativ verbessern. Währen die Konzentrationen von Gesamt-Cholesterin und LDL-Cholesterin signifikant zurückgehen, steigt das HDL-Cholesterin an.
Krebshemmung
Bislang wurden nur für Spirulina platensis tumorhemmende Wirkungen nachgewiesen. So genanntes Calciumspirulan aus Spirulina platensis hemmte in Studien das Eindringen von Tumorzellen durch die Zellmembranen.
Antibakterielle und antivirale Wirkungen
Der Extrakt von Spirulina platensis zeigt antimikrobielle Aktivität. Calciumspirulan sowie das sogenannte Allophycocyanin hemmen zudem die Vermehrung bestimmter Viren, wie dem Herpes-simplex-Virus.
Entzündungsvorgänge im Körper
Spirulina wirkt anti-inflammatorisch d.h. entzündungslindernd. Die in Spirulina enthaltene essentielle Omega-6-Fettsäure Gamma-Linolensäure wird im Körper zu entzündungshemmenden Prostaglandinen umgebaut. Spirulina zählt zu den ganz wenigen Pflanzen, die diese Omega-6-Fettsäure in beachtlicher Konzentration enthalten. Ein weiterer Stoff, auf den auch die schmerzlindernde, antiarthritische Wirkung von Spirulina zurückzuführen ist, ist der Stoff Phycocyanin.
Wirkstoffe
Durchschnittliche Zusammensetzung von Spirulina platensis:
Makronährstoffe:
Protein 65 –70 %
Kohlenhydrate 15 %
Fett 7 %
Mineralien 7 %
Ballaststoffe 3 %
Feuchtigkeit 3 %
Essentielle Aminosäuren
Isoleucin 4,l %
Leucin 5,8 %
Lysin 4,0 %
Methionin 2,2 %
Phenylalanin 4,0 %
Threonin 4,2 %
Tryptophan 1,1 %
Valin 6,0 %
Nicht-Essentielle Aminosäuren
Alanin 5,8 %
Arginin 6,0 %
Asparaginsäure
Cystin 0,7 %
Glutaminsäure 8,9 %
Glycin 3,5 %
Histidin 1,1 %
Prolin 3,0 %
Serin 4,0 %
Tyrosin 4,6 %
Mikronährstoffe:
Mineralstoffe
Calcium 8950 mg/kg
Phosphor 8940 mg/kg
Schwefel 6900 mg/kg
Eisen 980 mg/kg
Natrium 9000 mg/kg
Magnesium 3690 mg/kg
Mangan 38 mg/kg
Kupfer 5 mg/kg
Zink 30 mg/kg
Chrom l mg/kg
Kalium 16.000 mg/kg
Selen 140 mcg/kg
Vitamine
Biotin 250 mcg/kg
Vitamin B12 2000 mcg/kg
Pantothensäure 8 mg/kg
Folsäure 610 mcg/kg
Inositol 830 mg/kg
Vitamin B3 (Niacin) 146 mg/kg
Vitamin B6 7 mg/kg
Vitamin B2 35 mg/kg
Vitamin B1 21 mg/kg
Vitamin E 80 mg/kg
Vitamin D 120.000 lE/kg
Vitamin K 22 mg/kg
Phytopigmente (pflanzliche Farb- und Schutzstoffe)
Gesamt-Karotinoide (gelb und orange)4.700 mg/kg
Chlorophyll (grün) 11.900 mg/kg
Phytocyanin (blau) 49.500 mg/kg
Beta-Carotin 2.100 mg/kg
Andere Carotine 400 mg/kg
Zeaxanthin 800 mg/kg
Cryptoxanthin 100 mg/kg
Andere Xanthophyll-Pigmente 400 mg/kg
Andere Bestandteile
Nukleinsäuren 4,5 %
Gamma-Linolensäure 12.800 mg/kg
Linolensäure 9.000 mg/kgS.O.D.-Aktivität 1.100.000 lE/kg
Glycolipide 20.000 mg/kg
Polysaccharide 46.000 rag/kg
Zufuhrempfehlung und Einnahmehinweise
Zufuhrempfehlung
Spirulina sollte in täglichen Mengen zwischen 3.000 bis 3.500 mg eingenommen werden.
Gegenanzeigen
Es sind keine Nebenwirkungen oder Gegenanzeigen für Spirulina bekannt.
Einnahmehinweise
• Beim Kauf von Spirulina-Produkten sollte darauf geachtet werden, dass die Rohstoffe aus biologischem Anbau stammen.
• Damit die Vitalstoffspeicher gefüllt werden können, sollte Spirulina zumindest drei Monate lang am Stück ergänzt werden.
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Vitamin C
Beschreibung
Das wasserlösliche Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, ist das wichtigste Antioxidans, das gleichzeitig innerhalb und außerhalb der Zelle aktiv ist. Ascorbinsäure ist aber auch für zahlreiche lebensnotwendige Körpervorgänge essentiell. Vitamin C ist an der Immunabwehr beteiligt, wichtig für den Aufbau von Bindegewebe und Knochensubstanz, den Hormon- und Neurotransmitter-Stoffwechsel, die Eisenaufnahme, die Folsäure-Aktivität (Zellbildung) und den Zellschutz.
Interessant: Lediglich Menschen, Menschenaffen und Meerschweinchen können Ascorbinsäure nicht selbst synthetisieren und sind auf die exogene Vitamin-C-Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Pflanzen und die meisten Tiere hingegen sind fähig, das Vitamin dank eines speziellen Enzyms aus Glucuronsäure selbst herzustellen. Ohne Vitamin-C-Zufuhr entsteht beim Menschen ein subklinischer Skorbut: Vitamin C-Mangel schwächt die gesamte Immunabwehr und steigert das Risiko, Krebs zu entwickeln sowie degenerative Erkrankungen zu entwickeln.
Funktionen und Anwendungsbereiche
Funktionen
• Antioxidans
• Immunstärkung
• Bildung von Kollagen für Bindegewebe
• Aktivierung von Folsäure
• Bildung von Neurotransmittern
• Entgiftung
• Cholesterinabbau
Antioxidans
Vitamin C ist das wichtigste Antioxidans, das in flüssigen Bereichen außerhalb der Zelle wirksam ist. Vitamin C ist im Blut, in allen Körperflüssigkeiten und in der Zellflüssigkeit enthalten, wo es Zellen, Körpersubstanzen und die DNA vor der Oxidation durch freie Radikale schützt. Die antioxidative Wirksamkeit ist sowohl für die zelluläre als auch die humorale Immunabwehr wichtig. Vitamin C macht insbesondere toxische Sauerstoffradikale, wie Superoxide, Wasserstoffperoxid, Singulett-Sauerstoff sowie Hydroxyl- und Peroxylradikale unschädlich.
Immunstärkung
Vitamin C erhöht die Beweglichkeit und die Aktivität der Abwehrzellen, so dass diese schneller für immunologische Abwehrfunktionen bereitstehen. So steigert das Vitamin die Blutkonzentration an Interferon, das als Reaktion auf einen Virusinfekt gebildet wird.
Bildung von Kollagen für Bindegewebe
Vitamin C ist als Cofaktor zahlreicher Enzymsysteme essentiell z.B. bei der Kollagenbildung. Im kollagenen Binde- und Stützgewebe kommt es unter Mitwirkung von Vitamin C zur Bildung von Hydroxyprolin und Hydroxylysin. Diese beiden Bindegewebs-Eiweiße tragen zur Stabilisierung und Quervernetzung des Bindegewebes bei. Kollagen ist der Stabilität gebende Bestandteil verschiedener Körperteile wie Haut, Knochen, Knorpel, Sehnen und des Halteapparats der Zähne. Ascorbinsäure ist demzufolge für die Wundheilung, Narbenbildung und das Wachstum (Neubildung von Knochen, Knorpel und Zahnbein) unerlässlich.
Eisenstoffwechsel
Vitamin C verstärkt die Resorption und Verwertung von Eisen im Körper enorm. Das Vitamin hemmt die Komplexbildung von Eisen mit Phytaten (in Getreide, Mais, Reis sowie Vollkorn- und Sojaprodukten), Tanninen (in Kaffee und Tee) und Polyphenolen (in schwarzem Tee), welche die Eisenaufnahme hemmen. Indem Vitamin C deren Wirkung abschwächt, wird die Eisenaufnahme erhöht. Zudem stimuliert Vitamin C den Einbau in das Eisenspeicherprotein Ferritin und erhöht die Stabilität des so genannten Ferritin-Eisenkerns.
Bildung von Carnitin
Nur das gleichzeitige Vorhandensein von Vitamin C, Niacin und Vitamin B6 ermöglicht die Bildung von Carnitin. Carnitin ist eine vitaminähnliche Substanz, die die Energiebildung unterstützt. Ist nicht ausreichend Vitamin C vorliegend, geht der Carnitinspiegel zurück, die Energieproduktion kann sinken und es kann zu Muskelschwäche, Erschöpfungszuständen und bei einer gewünschten Gesichtsreduktion zu Stagnationen kommen.
Aktivierung von Folsäure
Vitamin C ist bei der Umwandlung von Folsäure in seine aktive Form als Tetrahydrofolsäure beteiligt und schützt das B-Vitamin vor oxidativen Schäden.
Entgiftung
Vitamin C wirkt aktivierend auf das entgiftende Enzymsystem der Leber, das das Blut reinigt und Giftstoffe unschädlich macht und ausscheidet.
Bildung von Neurotransmittern
Ascorbinsäure ist als Coenzym für eine Reihe von Hormonen zuständig. Neben der Synthese von Noradrenalin ist es auch für die Biosynthese von Adrenalin zuständig.
Anwendungsbereiche
• Gefäßschutz (Arteriosklerose)
• Eisenmangel
• Krebsprävention
• Abwehrstärkung
• Allergien
• Hämorrhoiden
• Knochenerkrankungen
• Katarakt, Glaukom, und Makula-Degeneration
• Wundheilung
• Zahnfleischschwund
• Entgiftung von Schwermetallen
Gefäßschutz (Arteriosklerose)
Vitamin C schützt die Gefäßinnenwände, das so genannte Endothel. Es ist damit wichtig für eine gesunde Gefäßfunktion, die Blutdruckregulierung und ein funktionierendes Herz-Kreislauf-System. Da es zudem die Ausscheidung von Cholesterin fördert und vor Oxidation des Cholesterins schützt, wirkt Vitamin C zweifach gefäßprotektiv.
Eisenmangel
Durch den resorptionsfördernden Einfluss unterstützt Vitamin C die Eisen-Supplementierung bei Eisenmangel resp. beugt klinischem Eisenmangel vor.
Krebsprävention
Durch seine zentrale Rolle im antioxidativen Schutzsystem und beim Schutz vor karzinogenen (krebsverursachenden Stoffen) senkt Vitamin C das Krebsrisiko bedeutsam. Im Besonderen konnte das für die Krebsarten des gesamten Verdauungstrakts und des Unterleibs nachgewiesen werden.
Abwehrstärkung
Zellen des Immunsystems besitzen etwa den 40-fachen Gehalt an Vitamin C im Gegensatz zu normalen Blutzellen.
Allergien, Asthma
Vitamin C besitzt eine Antihistamin-Wirkung. Es hat bei Asthma-Beschwerden, Lebensmittel-, Pollen- und anderen Allergien eine lindernde Wirkung.
Katarakt, Glaukom, und Makula-Degeneration
Augenerkrankungen im Alter sind degenerative Erkrankungen, deren Entstehung durch oxidativen Stress (freie Radikale) in großem Maße gefördert wird. Neben den Carotinoiden und Glutathion ist Vitamin C für den antioxidativen Schutz der Augen verantwortlich.
Entgiftung von Schwermetallen
Die Eigenschaft von Vitamin C, Stoffe zu binden und auszuscheiden, wird insbesondere bei akuten Schwermetallvergiftungen unterstützend eingesetzt.
Erhöhter Bedarf und Mangel
Häufigste Ursachen für erhöhten Bedarf
• Zufuhrmangel durch einseitige Ernährung, Reduktionsdiäten, Verzehr stark erhitzter oder lange gelagerter Nahrungsmittel (Vitamin C ist hitze-, licht- und sauerstoffempfindlich)
• hohe Stressbelastung, Leistungssport
• Zigaretten- und Alkoholkonsum
• Wachstumsphasen
• chronische Erkrankungen
• Immunschwäche
• Medikamenteneinnahme
Mangelsymptome
Der Name Ascorbinsäure leitet sich von der Vitamin C-Mangelerkrankung Skorbut ab, die durch Ascorbinsäure verhindert resp. geheilt werden kann. Dieser klinische Mangel an Vitamin C ist hierzulande höchst selten, aber auch latent zu geringe Aufnahmen haben ihre Folgen. Typische Symptome sind
• beeinträchtigte Bindegewebsbeildung
• Immunschwäche
• Infekt- und Stressanfälligkeit
• Leistungsschwäche, Müdigkeit, Abgespanntheit
• Hautveränderungen, raue Haut durch Ansammlung von Keratin in den Haarfollikeln
• Wundheilungsstörungen
• Zahnfleischbluten
• Allergieneigung
Zufuhrempfehlung und Einnahmehinweise
Zufuhrempfehlung
Eine allgemeine Prävention mit Vitamin C zwischen 200 und 1.000 mg wird allgemein empfohlen. Für therapeutische Zwecke (unter therapeutischer Empfehlung) kann sich die Zufuhr auf bis zu mehrere Gramm täglich steigern.
Gegenanzeigen/Überdosierung
Ein toxischer Effekt von Vitamin C ist nicht bekannt. Bei Megadosen von mehreren Gramm kann es zu Durchfall kommen. Die als sicher geltende tägliche Langzeit-Einnahme liegt bei 2.000 mg täglich.
Einnahmehinweis
In Kombination mit Bioflavonoiden wird Vitamin C besonders gut aufgenommen und verwertet.
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Vitamin B12 (Cobalamin)
Beschreibung
Das B-Vitamin B12, auch Cobalamin genannt, ist für die Entstehung und Entwicklung der roten Blutkörperchen verantwortlich. Ebenso hat es eine Schlüsselbedeutung im Nervensystem und ist am Stoffwechsel von Eiweißstoffen, Aminosäuren und Nukleinsäuren beteiligt.
Obwohl Vitamin B12 im Gegensatz zu den anderen wasserlöslichen Vitaminen in der Leber über Jahre gespeichert werden kann, zählt der Vitamin-B-12-Mangel zu den häufigsten Vitamin-Mangel-Erkrankungen. Die Gründe hierfür liegen vor allem in der leichten Störanfälligkeit des komplexen Resorptionsvorgangs von Vitamin B12 in der Darmwand. Für die Aufnahme benötigt das Vitamin B12 nämlich einen bestimmten Eiweißstoff, den so genannten Intrinsic Factor. Menschen, die nicht genügend von dieser Substanz bilden können, leiden unter B12-Mangelerscheinungen. Regelmäßige Medikamenteneinnahmen sowie chronische Magenentzündungen behindern die Aufnahme von Vitamin B12. Bereits ein geringer Mangel jedoch kann zu starken Befindlichkeitsstörungen führen, da sowohl die Blutbildung (Sauerstofftransport) als auch das Nervensystem davon beeinflusst werden.
Funktionen und Anwendungsbereiche
Funktionen
• Zellbildung und Wachstum
• Aufbau von Amino- und Nukleinsäuren
• Blutbildung
• Fettsäure-Stoffwechsel
• Aktivierung von Folsäure
• Aufbau der Nervenhüllen
• Unterstützung der Funktionsfähigkeit des Zentralen Nervensystems
• Zellteilung und -entwicklung (DNS-Bildung)
• Entgiftung des schädlichen Homocysteins
Zellbildung und Wachstum
Vitamin B12 ist wie auch Folsäure essentiell für alle Zellbildungs- und Zellreifungsprozesse. Zusammen mit Folsäure ist Vitamin B12 unentbehrlich für die Synthese von DNA, dem genetischen Erbmaterial, und damit für die Zellteilung.
Aktivierung von Folsäure
Cobalamin ist eng mit dem Folsäure-Stoffwechsel verknüpft. Zur Umwandlung von Folsäure in seine aktive Form ist Vitamin B12 nötig. Steht kein Cobalamin zur Verfügung, kommt es zu einem Mangel an „funktionsfähiger“ (aktiver) Folsäure. Dies erklärt die Gleichheit vieler Mangelsymptome der beiden B-Vitamine.
Aufbau von Nervenhüllen
Vitamin B12 wird für die Bildung der so genannten Myelinscheiden benötigt, welche nervliche Impulse im Körper weiterleiten. Obwohl das Vitamin nur eine indirekte Rolle im Reizweiterleitungs-Prozess spielt, hat sich die Ergänzung mit Vitamin B12 auch als wirksam bei der Linderung verschiedener Nervenerkrankungen bewährt. Auch neurologische Störungen bei Diabetikern und Alkoholikern (Taubheit oder Kribbeln in den Beinen) sind Anwendungsgebiete von Vitamin B12.
Anwendungsbereiche
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Allergien
• Krebs
• psychische Störungen
• Störung des Nervensystems
• Verbesserung des Nervenstoffwechsels
• Steigerung von Appetit und Energie
• Perniziöse Anämie
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Ein erhöhter Homocystein-Spiegel entsteht durch einen Mangel an Vitamin B12, B6 und Folsäure. Präventiv und therapeutisch können mit Vitamin B12-, B6- und Folsäure-Gaben
gute Erfolge zur Senkung des Homocystein-Spiegels und des Arteriosklerose-Risikos erzielt werden.
Allergien
Cobalamin kann Hautallergien und Asthma entgegensteuern.
Perniziöse Anämie
Perniziöse Anämie ist die klassische Vitamin-B12-Mangelerkrankung. Mehr als 80% der Betroffenen sind dabei über 80 Jahre alt. Durch eine Schädigung der Nervenhüllen (Myelinscheiden) kommt es zu Empfindungsstörungen der Gliedmaßen sowie zu Muskelschwund und teilweise zu Spastiken.
Erhöhter Bedarf und Mangel
Häufigste Ursachen für erhöhten Bedarf
Erhöhter Cobalamin-Bedarf liegt signifikant häufig vor bei
• Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und Resorptionsstörungen
• Schwangerschaft und Stillzeit
• Veganer, Vegetarier, einseitige Ernährung
• älteren Menschen (>60)
• Rauchern
• hohem Alkoholkonsum
• Medikamenteneinnahme: z.B. Antidepressiva, orale Kontrazeptiva
• neurologischen Störungen (z.B. Polyneuropathie)
• Schwangerschaft und Stillzeit
Mangelsymptome
• Blutarmut,
• Schwäche, Müdigkeit
• vermindertes Zellwachstum
• Störungen des zentralen Nervensystems
• Konzentrationsprobleme
• Sensibilitätsstörungen wie Gereiztheit, Aggressivität
Zufuhrempfehlung und Einnahmehinweise
Zufuhrempfehlung
Die therapeutischen Dosen liegen aufgrund der grundsätzlich schweren Resorbierbarkeit von Vitamin B12 je nach Aufnahmeform (oral, sublingual) zwischen 10 und 1.000 mcg.
Gegenanzeigen, Sicherheit
Bei oraler Ergänzung von Vitamin B12 sind keine Gegenanzeigen oder Nebenwirkungen bekannt. Eine Überdosierung von Vitamin B12 wurde bei oraler Ergänzung ebenfalls nicht beobachtet.
Einnahmehinweise
Vitamin B12-Suppelemente werden besonders in Kombination mit Folsäure empfohlen.
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Vitamin B-Komplex
Beschreibung
Der Vitamin B-Komplex besteht aus acht wasserlöslichen Vitaminen. Diese erfüllen vielfältige Aufgaben in verschiedenen Körpersystemen und Geweben. Gemeinsamkeiten: Alle B-Vitamine spielen eine unentbehrliche Rolle als Coenzyme bei der Verstoffwechslung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß. Gemeinsam steuern B-Vitamine zudem das Nervensystem, das ohne deren Zutun nicht funktionsfähig wäre. B-Vitamine werden daher auch als „Nervenvitamine“ (Neurotrope Vitamine; neuro = nerv, trop = ernährend) bezeichnet. Auch wichtig sind sie für die Aufrechterhaltung des Muskeltonus im Magen-Darm-Trakt und die Förderung der Gesundheit von Haut und Haaren. Sie dienen der Immunabwehr und der Entwicklung der Körperzellen.
Obwohl die einzelnen B-Vitamine deutlich unterschiedliche Verbindungen darstellen, sind ihre Stoffwechselwege eng miteinander verzahnt und voneinander abhängig. Da die Funktion eines B-Vitamins häufig andere B-Vitamine als Helfer benötigt, kommt ein isolierter B-Vitaminmangel selten vor. Die Anzeichen eines B-Vitaminmangels sind häufig uncharakteristisch und unspezifisch. Für einwandfreie Stoffwechselprozesse ist die regelmäßige, reichliche Zufuhr aller acht B-Vitamine essentiell.
Der Vitamin B-Komplex besteht aus
Thiamin = Vitamin B1
Riboflavin = Vitamin B2
Niacin/Nicotinamid = Vitamin B3
Pantothensäure = Vitamin B5
Pyridoxin = Vitamin B6
Biotin = Vitamin B7
Folsäure = Vitamin B9
Cobalamin = Vitamin B12
Funktionen und Anwendungsbereiche
Funktionen
Vitamin B1 (Thiamin)
Vitamin B1, oder Thiamin, dient als Katalysator bei der Energiegewinnung aus Kohlenhydraten. Es hilft zudem bei der Synthese von Nervenbotenstoffen (Neurotransmittern) sowie bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen an Gehirn und Nervenzellen.
Thiaminmangel führt zu
• Konzentrationsschwächen
• emotionale Labilität
• Muskelschwund
• Kribbeln in Armen und Beinen, Fußbrennen
Der übliche präventive Dosierungsbereich für Thiamin liegt zwischen 10 und 50 mg. Nach therapeutischer Empfehlung sind höhere Dosen möglich.
Vitamin B2 (Riboflavin)
Riboflavin dient der Energieproduktion der Zelle. Es ist aber auch als Antioxidans sowie für intakte Haut und Schleimhäute zuständig. Das Vitamin ist wichtig für Haut, Nägel, Augen, Mund, Lippen und Zunge. Ein Riboflavinmangel äußert sich in Antriebslosigkeit, eingerissenen Mundwinkeln, lichtempfindlichen Augen, Hautrötung und Hautschuppung.
Der übliche präventive Dosierungsbereich für Riboflavin liegt zwischen 10 und 100 mg. Nach therapeutischer Empfehlung sind höhere Dosen möglich.
Vitamin B3 (Niacin/Nicotinamid)
Niacin, oder Vitamin B3, reguliert die Energiegewinnung und den Auf- und Abbau von Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen. Es vermag eine Senkung der Cholesterinwerte und dient zur Vorbeugung und Behandlung von Arteriosklerose. Niacin-Mangel führt zu Pellagra, eine Krankheit mit Symptomen wie Depression, Schlafstörungen, Sonnenbrand, Durchfall, Reizbarkeit, geschwollene Zunge und geistige Verwirrung.
Der übliche präventive Dosierungsbereich für Niacin liegt zwischen 15 und 100 mg. Nach therapeutischer Empfehlung sind höhere Dosen möglich.
Vitamin B5 (Pantothensäure)
Pantothensäure oder auch „Anti-Stress-Vitamin“ genannt, ist im Energiestoffwechsel sowie in der Bildung von Hormonen, Vitamin D und Neurotransmittern beteiligt. Akuter Mangel führt zu Müdigkeit, Übelkeit und Magen-Darm-Störungen.
Der übliche präventive Dosierungsbereich für Pantothensäure liegt zwischen 10 und 100 mg. Nach therapeutischer Empfehlung sind höhere Dosen möglich.
Vitamin B6 (Pyridoxin)
Vitamin B6, oder Pyridoxin, hilft dabei, Aminosäuren auf- und abzubauen, es ist wichtig für die Bildung roter Blutkörperchen, zur Homocystein-Entgiftung und für ein funktionierendes Nerven- und Immunsystem. Mängel führen zu Hauterkrankungen, Schwindel, Übelkeit, Blutarmut (Anämie), Krämpfe, Muskelabbau und häufig Nierensteine. Der übliche präventive Dosierungsbereich für Vitamin B6 liegt zwischen 10 und 25 mg.
Nach therapeutischer Empfehlung sind höhere Dosen möglich.
Biotin
Biotin, auch bekannt als „Vitamin H“ (Haut und Haar), hilft bei der Freisetzung von Energie aus Kohlenhydraten und Fetten und dem Stoffwechsel der Fettsäuren. Es fördert den Schwefeleinbau in Haare und Nägel. Der übliche präventive Dosierungsbereich für Biotin liegt zwischen 50 und 2.000 mcg. Nach therapeutischer Empfehlung sind höhere Dosen möglich.
Folsäure (Vitamin B9)
Folsäure ermöglicht dem Körper die Bildung von Hämoglobin zur Blutbildung. Folsäure ist in Wachstumsphasen sowie in und bereits VOR einer Schwangerschaft besonders wichtig. Folsäuremangel verursacht beim wachsenden Embryo Fehlbildungen, den so genannten Neuralrohrdefekt. Frauen, die schwanger sind oder planen, schwanger zu werden, sollten 600 mcg pro Tag ergänzen.
Der übliche präventive Dosierungsbereich für Folsäure liegt zwischen 400 und 800 mcg.
Vitamin B12 (Cobalamin)
Vitamin B12, auch bekannt als Cobalamin, fördert die Funktionen des Nervensystems und die Bildung von roten Blutkörperchen. Ist der Körper nicht in der Lage, ausreichend Vitamin B12 aufzunehmen, kann das zu einer bestimmte Form der Anämie (Blutarmut) führen. Bioverfügbares B12 gibt es nur in tierischen Quellen, wie Eier, Milch, Fisch, Fleisch und Leber. Vegetariern wird daher eine Cobalamin-Ergänzung sehr empfohlen.
Der übliche präventive Dosierungsbereich für Vitamin B12 liegt zwischen 10 und 600 mcg. Nach therapeutischer Empfehlung sind höhere Dosen möglich.
Erhöhter Bedarf und Mangel
Nach den für Deutschland, Österreich und die Schweiz vorliegenden Daten über die Versorgungssituation mit Vitaminen des B-Komplexes ist die Zufuhr sowohl für Frauen als auch für Männer in fast allen Altergruppen nicht optimal.
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Häufigste Ursachen für erhöhten Bedarf
• unzureichende Zufuhr durch einseitige Ernährung, wenig Vollkorn-, viel Weißmehlprodukte
• hohe Stressbelastung, Leistungssport
• hoher Konsum an Kaffee, Alkohol oder Zigaretten
• Alter
• Schwangere und Stillende
• strenge Vegetarier
• Medikamenteneinnahme
• Einnahme oraler Kontrazeptiva („Pille“)
• Chronische Erkrankungen: Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Nieren- und Lebererkrankungen
Mangelsymptome
• Nervensystem: Konzentrationsschwäche, Rückgang der geistigen Leistungsfähigkeit, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Reizbarkeit, Depressionen, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Kribbeln in Armen und Beinen, Fußbrennen, Entzündungen der Nerven, Taubheitsgefühl, Nervenschmerzen, neurologische Störungen
• Haut und Schleimhäute: Entzündung der Haut (Dermatitis), Wundheilungsstörungen, Bindehautentzündung, Magen-Darm-Störungen, rissige Mundwinkel
• Haare und Nägel: Haarausfall, brüchige Nägel
• Stoffwechsel und Immunsystem: Fettstoffwechselstörungen, erhöhte Homocysteinwerte, Blutarmut, Infektanfälligkeit, Immunschwäche, Muskelabbau
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Verwendung von Vitaminen in Lebensmitteln – Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte Teil 1. 119-151, 169-184
BfR-Hausdruckerei Dahlem, 2004
Maitake
Beschreibung
Maitake ist die japanische Bezeichnung des bei uns als Klapperschwamm oder Laubporling bekannten Pilzes (Grifola frondosa). Maitake wird sowohl als Nahrungs- als auch Heilmittel in der europäischen und asiatischen Naturheilkunde seit mehreren Jahrhunderten verwendet. Wissenschaftlich belegt sind seine immunstärkenden und zellschützenden Wirkungen sowie die Unterstützung bei Krebstherapien, die Verbesserung der Insulinwirksamkeit und die Senkung der Blutfettwerte. Ebenfalls wird durch den Verzehr von Maitake der Einlagerung von Fetten sowie erhöhten Blutfettwerten (Cholesterin und Triglyceride) entgegen gesteuert.
Anwendungsbereiche und Wirkungsweise
Anwendungsbereiche
Durch klinische Studien belegt sind die folgenden Wirkungen des Maitake:
• Immunstärkung (auch bei immunsuppressiven Erkrankungen, Chemo- und Strahlentherapien)
• Blutdruck senkende Wirkung
• Verbesserung der Insulinsensibilität
• Senkung der Blutfettwerte
• Krebsprävention und Krebshemmung
Immunstärkung (auch bei immunsupressiven Erkrankungen, Chemo- und Strahlentherapien)
Maitake enthält die Polysaccharide Beta-1,3-Glucan und Beta-1,6-Glucan. Diese Stoffe sind signifikant bei der Stimulierung der Immunabwehr beteiligt. Die so genannte Maitake-D-Fraktion kann die Zahl der T-Helfer-Zellen und der Makrophagen (Fresszellen) erhöhen sowie die Bildung so genannter Interleukine anregen. Inhaltsstoffe des Maitake sind auch in der Lage, das Wachstum schädlicher Bakterien und Viren zu hemmen. In Asien wird Maitake aufgrund seiner immunstimulatorischen Effekte prinzipiell begleitend bei einer Chemotherapie eingesetzt.
Blutdruck senkende Wirkung
Der so genannte systolische Blutdruck (Blutdruck, der bei Anstrengung und Aufregung steigt, Gegenteil: diastolisch) wird über ein spezielles Regulationssystem, das so genannte Renin-Angiotensin-System, geregelt. Das Renin-Angiotensin-System reguliert den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt (Natrium, Chlorid und Kalium) des Körpers und senkt erhöhten Blutdruck.
Verbesserung der Insulinsensibilität
Maitakte erhöht die Sensitivität der Insulinrezeptoren, was für die Fortentwicklung des Diabetes mellitus entscheidend ist. Die Zellrezeptoren können hierdurch im Blut befindende Glukose (Zucker) schneller erkennen und die Insulinausschüttung kann unmittelbar und stärker erfolgen.
Senkung der Blutfettwerte
Maitake senkt die Cholesterin- und Triglycerid-Werte des Blutes. Der HDL-Spiegel wird dabei konstant gehalten und der Entstehung einer Fettleber entgegen gewirkt. Deutliche Senkungen der Blutfettwerte werden jedoch erst nach mehrmonatiger Anwendung sichtbar. Zu Beginn einer Maitake-Ergänzung kann der Cholesterin- oder Triglycerid-Spiegel sogar vorerst ansteigen, da die Fette als erstes aus den Organen (z.B. aus der Leber) freigesetzt werden.
Krebsprävention und Krebshemmung
Prophylaktisch schützt der Pilz gesunde Körperzellen vor Umweltgiften und Tumorerkrankungen. Verantwortlich für die Tumorzellen unterbindende Wirkung ist ein spezifisches Polysaccharid-Peptid (mit der Bezeichnung GFPS1b). Dieser Stoff unterbricht den Stoffwechsel der Tumorzellen, indem er die Mitochondrien-Membranen der Krebszelle verändert. Die D-Fraktion aus Maitake verbessert zudem die körpereigene Abwehr durch die Aktivierung von Makrophagen und T-Zellen sowie durch eine erhöhte Effizienz der natürlichen Killerzellen gegenüber Tumorzellen.
Wirkstoffe
Ein gemeinsamer Nenner verschiedener Heilpilze ist das Vorhandensein von komplexen Polysacchariden insbesondere der Beta-1,3- und Beta-1,6-Glucanen. Diese aktiven Bestandteile stärken die Immunabwehr und dienen auch als Immunmodulatoren. Die Polysaccharide im Maitake haben eine einzigartige Struktur und zählen zu den wirkungsvollsten erforschten Polysacchariden.
Maitake enthält außerdem ein breites Spektrum an Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen Bioflavonoiden, Lektinen und essentiellen Fettsäuren.
Zufuhrempfehlungen und Hinweise
Zufuhrempfehlung
Der Fruchtkörper des Maitake hat den höchsten gehalt der wichtigen Polysaccharide. Aus diesem Grund werden Ergänzungen des ganzen Fruchtkörpers empfohlen (400 bis 600 mg täglich). Standardisierte Extrakte gewährleisten eine hohe Wirkstoffkonzentration.
Hinweis zur Einnahme
Die Kombination mit Vitamin C wirkt synergistisch: Vitamin C verbessert die Resorption der im Maitake enthaltenen immunstimulierenden Polysaccharide, wodurch sie für die Zellen besser verfügbar werden.
Gegenanzeigen
Es sind keine Gegenanzeigen bekannt.
Literaturquellen
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Vitamin K
Beschreibung
Vitamin K gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Sein Name leitet sich vom Wort Koagulation (Blutgerinnung) ab und weist auf eine seiner zwei Hauptfunktionen hin. Vitamin K ist unerlässlich für die Synthese von Gerinnungsfaktoren, spezielle Eiweißstoffe, die die Gerinnung des Blutes ermöglichen. Die zweite unersetzliche Rolle hat Vitamin K im Knochensystem, wo es für den Calciumeinbau in die Knochenmatrix (Knochenaufbau) benötigt wird.
Es gibt zwei natürlich vorkommende Formen von Vitamin K. In pflanzlichen Nahrungsmitteln findet man Vitamin K1 (Phyllochinon, Syn.: Phytomenadion), tierischen und bakteriellen Ursprungs ist Vitamin K2 (Menachinon), das auch von Darmbakterien im menschlichen Dickdarm gebildet wird. Bis vor kurzem wurde angenommen, dass bis zu 50 Prozent des menschlichen Vitamin-K-Bedarfs durch die bakterielle Synthese gedeckt werden könnte. Heute weiß man, dass der Beitrag der bakteriellen Herstellung viel weniger ist, als angenommen wurde. Da die Speichermenge von Vitamin K im Körper begrenzt ist, sind die Depots bei Zufuhrmangel relativ schnell erschöpft. Nach sieben bis zehn Tagen Vitamin K–armer/freier Ernährung kommt es bereits zu Mangelfolgen.
Funktionen und Anwendungsbereiche
Funktionen
• Blutgerinnung und Wundheilung
• Knochenmineralisation
• Gefäßintegrität
Blutgerinnung und Wundheilung
Vitamin K ist für die Neubildung der Gerinnungsfaktoren essentiell. Nur durch die Aktivität des von Vitamin K abhängigen Enzyms Carboxylase können in der Leber die Gerinnungsfaktoren (Fibrin, Fibrinogen, Thrombin u.a.) gebildet werden. Dies ist der Grund dafür, dass schwere Lebererkrankungen zu einem Mangel an Gerinnungsfaktoren und einem erhöhten Risiko für unkontrollierte Blutungen führen.
Knochenmineralisation
Im Knochensystem wird Vitamin K für eine weitere Enzymreaktion (Carboxylierung) zur Bildung von Osteocalcin benötigt. Osteocalcin ist ein Eiweißstoff und dient Medizinern als Marker für die Knochengesundheit. Eine niedrige Vitamin K-Versorgung führt zu einer eingeschränkten Bildung von Osteocalcin und das wiederum zu einem erhöhten Risiko für Osteoporose. Vitamin K hilft über die Herstellung von Osteocalcin das Calcium in die Knochenmatrix zu bringen und wirkt unerwünschten Calcium-Einlagerungen in den Gefäßwänden (Entwicklung von Arteriosklerose) und Herzklappen entgegen. Weder Vitamin D noch Calcium können die Knochenmineralisation optimal fördern, wenn Vitamin K fehlt. Epidemiologische Studien weisen einen klaren Zusammenhang zwischen einer niedrigen Vitamin K-Aufnahme und Osteoporose aus.
Gefäßintegrität
Ein weiterer von Vitamin K abhängiger Eiweißstoff, ist das Matrix-Gla-Protein, kurz MGP genannt. MGP ist als Bestandteil der Blutgefäße für die Aufrechterhaltung der Gefäßintegrität mitverantwortlich.
Mangel und erhöhter Bedarf
Ursachen für Mangel und erhöhten Bedarf
Anders als die übrigen fettlöslichen Vitamine, akkumuliert Vitamin K nicht im Organismus. Die häufigsten Ursachen für Vitamin K–Mangel sind:
• einseitige Ernährung
• Alkoholismus
• Medikamenteneinnahme: Viele Arzneimittel behindern die Aufnahme von Vitamin K oder unterbinden seine Wirkungen im Körper. Durch Breitband-Antibiotika wird zudem die Darmflora, die beim Gesunden Vitamin K herstellt, zerstört. Hierdurch erhöht sich die Gefahr für Vitamin K-Mangel.
• Lebererkrankungen: Liegt ein Leberschaden vor oder arbeitet die Leber nicht richtig, ist der Vitamin K-Stoffwechsel gestört
• Fettsresorptionsstörungen: Funktionsstörungen von Leber, Bauchspeicheldrüse und Gallenblase können einen negativen Einfluss auf die Aufnahme von Vitamine K haben.
Mangelerscheinungen
Vitamin K-Mangel führt zu Beeinträchtigungen der Blutgerinnung und damit starker Blutungsneigung. Symptome sind häufige blaue Flecken und regelmäßig auftretende Blutungen wie Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Blut im Urin, Blut im Stuhl. Störungen des Knochenaufbaus (Calciumeinbau) sind die zweite Folge.
Zufuhrempfehlung und Einnahmehinweise
Zufuhrempfehlung
Zur allgemeinen Prävention und Osteoporose-Prophylaxe werden zwischen 100 und 1.000 µg Vitamin K1 empfohlen.
Gegenanzeigen/Sicherheit
• Vitamin K1 ist auch in 500-fach höheren Dosen als therapeutisch üblich nicht toxisch.
• Patienten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollten relevante Mengen an Vitamin K meiden.
• Bei behandlungsbedürftigen Erkrankungen, der Einnahme von Medikamenten und in der Schwangerschaft und Stillzeit ist zudem mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten.
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Vitamin B6 (Pyridoxin)
Beschreibung
Vitamin B6 (Pyridoxin) ist eines von acht essentiellen B-Vitaminen. Die aktive Form von Vitamin B6, Pyridoxal-Phosphat, erfüllt in mehr als 100 enzymatischen Reaktionen im Körper eine zentrale Rolle. Vor allem im Aminosäure-Stoffwechsel, dem Auf- und Abbau von Proteinen, ist Pyridoxalphosphat wesentlich beteiligt – ohne Vitamin B6 bräche der Aminosäurestoffwechsel unaufhaltsam zusammen. Nahezu jede Umwandlungsreaktion von Aminosäuren benötigt Pyridoxal-Phosphat (darunter Decarboxylierungen, Transaminierungen, Dehydratisierungen u.a.). Eine besondere Bedeutung hat Vitamin B6 in der Synthese von Nervenbotenstoffen, der Reizübertragung und ein funktionierendes Nervensystem. Auch das Immunsystem benötigt zum Funktionieren Vitamin B6. Ebenfalls spielt es eine tragende Rolle bei allen Wachstumsprozessen, der Fettverdauung, der Blutbildung und der Homocystein-Kontrolle. Die Vitamin-Speicher im Körper sind mit 150 mg gering, was eine regelmäßige Zufuhr an Vitamin B6 zur Vermeidung von Mangelerscheinungen nötig macht. Immun- und Nervensystem gehören zu den ersten Systemen, die bei einem Vitamin B6-Mangel in Mitleidenschaft gezogen werden.
Funktionen und Anwendungsbereiche
Funktionen
Das Aufgabengebiet von Vitamin B6 ist wie beschrieben weitläufig. Zu den Hauptaufgaben zählen u.a.:
• Bildung der Neurotransmitter (Nervenbotenstoffe)
• Bildung des „Schlafhormons“ Melatonin
• Synthese von Proteinen
• Bildung von Niacin
• Synthese des Bindegewebes
• Blutzuckerkontrolle
• Fettstoffwechsel
• Immunabwehr
• Bildung von Hämoglobin (rote Blutkörperchen)
Anwendungsbereiche
• Vitamin B6-Mangel
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose und Homocysteinämie
• Diabetes mellitus
• Schlafstörungen
• Depression, Störungen des Neurotransmitter-Stoffwechsels
• Prämenstruelles Syndrom (PMS)
• Anämie (Blutarmut)
• Schwangerschaft
• Krämpfe
• Übelkeit
• Karpaltunnelsyndrom
• Entzündungen der Mundschleimhaut
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose und Homocysteinämie
Vitamin B6 hat mehrfache Bedeutung für den Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Es entgiftet das gefäßschädigende Homocystein – ein Eiweißstoff, der im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko an Herzerkrankungen steht. Es vermindert die Verklumpung von Blutplättchen (Thrombozytenaggregation), senkt das schädliche LDL-Cholesterin und erhöht das positive HDL-Cholesterin.
Diabetes mellitus
Vitamin B6 kann die Kontrolle der Blutzuckerwerte unterstützen. Gleichzeitig können die bei Diabetikern häufig auftretenden neurologische Störungen gebessert werden.
Schlafstörungen
Vitamin B6 ist mit notwendig, um das (Schlaf-)Hormon Melatonin herzustellen. Pyridoxin-Mangel wird als eine häufige Ursache für Antriebslosigkeit und Schlafmangel angesehen.
Depression, Störungen des Neurotransmitter-Stoffwechsels
Vitamin B6 spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung bestimmter Neurotransmitter und Gewebshormone wie Serotonin, Dopamin und Histamin im zentralen Nervensystem.
Prämenstruelles Syndrom (PMS)
Typische Symptome des Prämenstruellen Systems wie z.B. depressive und aggressive Stimmungsschwankungen, Empfindlichkeit der Brüste, Ödembildung können durch eine Vitamin B6-Supplementierung häufig gebessert werden.
Anämie (Blutarmut)
Pyridoxin kann bestimmte Formen der Blutarmut mildern.
Schwangerschaft
Vitamin B6 hilft, Übelkeit und Erbrechen während der frühen Schwangerschaft zu lindern.
Krämpfe
Pyridoxin besitzt eine krampflösende Wirksamkeit. Optimal zur Krampflösung ist der kombinierte Verzehr von Vitamin B6 und Magnesium.
Mangel und erhöhter Bedarf
Nach Folsäuremangel ist der Mangel an Vitamin B6 der häufigste B-Vitamin-Mangel.
Viele Faktoren können den Bedarf an Vitamin B6 erhöhen.
Häufigste Ursachen für Mangelversorgung
• Medikamente: Bei der Einnahme bestimmter Medikamente („Anti-Baby-Pille“, Antidepressiva) steigt der Bedarf an Vitamin B6.
• einseitige Ernährung
• eiweißhaltige Ernährung: Der Bedarf an Vitamin B6 erhöht sich mit der Zufuhr an Nahrungseiweiß (da bei der Eiweiß-Verstoffwechslung benötigt!).
• Schwangerschaft und Stillzeit
• Prämenstruelles Syndrom (PMS)
• Alter
• Gefäßerkrankungen (z.B. erhöhte Cholesterinwerte, Arteriosklerose)
• Rauchen
• chronischer Alkoholkonsum
• Gefäßerkrankungen (z.B. Arteriosklerose)
• angeborene Stoffwechselstörungen (z.B. Homocysteinurie)
• schwere Leber- und Nierenkrankheiten
Mangelerscheinungen
Die Anzeichen und damit Warnsignale eines Pyridoxin-Mangels sind:
• Muskelschwäche
• Nervosität, Reizbarkeit
• Depressionen
• Konzentrationsstörungen
• Müdigkeit, Niedergeschlagenheit
• Koordinationsstörungen
• eine gestörte Funktion des Nervensystem
• erhöhte Anfälligkeit für Infekte
• rissige, wunde Mundwinkel, Hautprobleme
• Prämenstruelles Syndrom (PMS)
Zufuhrempfehlung und Einnahmehinweise
Zufuhrempfehlung
Zur allgemeinen Prävention werden täglich 10 bis 30 mg Vitamin B6 empfohlen.
Gegenanzeigen
Bei behandlungsbedürftigen Erkrankungen, der Einnahme von Medikamenten und in der Schwangerschaft und Stillzeit ist mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten.
Einnahmehinweise
Zur Unterstützung des Nervensystems ist die kombinierte Ergänzung von Vitamin B6 mit den Vitaminen B1, B2 und Pantothensäure empfehlenswert.
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Bromelain
Beschreibung

Die Ananas: Natürlicher Lieferant von Bromelain
Das „Ananans-Enzym“ Bromelain ist ein Enzymgemisch, das in der Frucht und im Stamm der Ananaspflanze (Fam. Bromeliaceae) enthalten ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Enzymen kann Bromelain in physiologisch relevanten Mengen vom Magen-Darm-Trakt resorbiert und in die Blutbahn aufgenommen werden. Bromelain wird sowohl wegen seiner verdauungsfördernden als auch seiner entzündungshemmenden und blutverdünnenden Eigenschaften seit mehr als fünf Jahrzehnten therapeutisch eingesetzt, allein oder in Kombination mit weiteren Enzymen wie z.B. dem Papain (aus der Papaya). Bromelain fördert den Abbau von Fibrin (Blutgerinnungsstoff) und damit die Blutzirkulation und unterstützt verschiedene immunologische Prozesse des Körpers.
Anwendungsbereiche und Wirkungen
Anwendungsbereiche
• Verdauungsförderung
• Entzündungshemmung
• Linderung von arthritischen Beschwerden
• Immunstärkung
• Herz-Kreislauf-Unterstützung
Wirkungsweise
Verdauungsförderung
Bromelain unterstützt die gesamte Verdauung und ist im Gegensatz zu anderen Verdauungsenzymen sowohl im sauren Milieu des Magens als auch im basischen Milieu des Dünndarms aktiv. In erster Linie fördert Bromelain die Verdauung von Eiweiß aus der Nahrung, daher zählt es zu den „proteolytischen“ (eiweißspaltenden) Enzymen. Zudem steigert es die Wirkung anderer Verdauungsenzyme wie Trypsin und Pepsin. Es kann außerdem die Aufnahme verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe wie des Quercetins fördern.
Entzündungslinderung
Bromelain besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und wird deshalb bei kleineren Verletzungen zur Beschleunigung des Heilungsprozesses und zur Verkürzung der Regenerationszeit eingesetzt. Bei Sportverletzungen wie Muskelfaserrissen, Verrenkungen, Prellungen, Bänderdehnungen oder nach Fehlbelastungen wie z.B. bei Schleimbeutelentzündungen kommt es zu Schwellungen, Entzündungen und Blutergüssen. Bromelain fördert eine Verringerung resp. Behebung der Beschwerden und Symptome. Bei Ausdauersport, z.B. Langstreckenlauf, sind prophylaktische Gaben besonders sinnvoll.
Bromelain kann die Symptome verringern oder vollständig beheben. Bromelain führt auch bei allen anderen, auch chronisch-entzündlichen Prozessen in Geweben, Gelenken und Knochen sowie Schwellungen und Schmerzen in den Gelenken eine Linderung herbei.
Klinische Studien bestätigten die positiven Effekte von Bromelain-Gaben bei rheumatoider Arthritis (chronisch-degenerative Gelenkerkrankung).
Immunstärkung
Bromelain stimuliert die Bildung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Über die gesteigerte Produktion von so genannten Zytokinen (Interleukine und Tumor-Nekrose-Faktor) steigert Bromelain zudem direkt das körpereigene Schutzsystem gegen Krebs. Bromelain fördert auch die Auflösung von Antigenen und steuert dem Entstehen allergischer Reaktionen entgegen.
Herz-Kreislauf-Unterstützung
Bromelain unterstützt allgemein und auf mehrfache Weise das Herz-Kreislauf-System.
Durch seine blutverdünnenden Effekte infolge des Fibrin-Abbaus wird die Blutzirkulation verbessert. Da das Zusammenklumpen der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation) gehemmt wird, wird das Thromboserisiko gesenkt. Arteriosklerotische Beläge (Plaques) können leichter aufgelöst werden und Entzündungen der Gefäße gehen zurück.
Zufuhrempfehlung und Einnahmehinweise
Zufuhrempfehlung
Üblicherweise werden täglich 800 bis 1.200 mg Bromelain eingenommen.
Die Dosierung kann fallabhängig und therapeutisch verordnet höher gewählt werden.
Gegenanzeigen
Bromelain kann die Wirkung blutverdünnender Medikamente erhöhen.
Bei Allergien auf Ananas ist Bromelain nicht zur Ergänzung geeignet.
Hinweise zur Einnahme
• Die Einnahme direkt zu den Mahlzeiten (direkt davor, während oder direkt danach) unterstützt die Verdauung.
• Bei Einnahme 1½ bis 2 Stunden vor oder nach dem Essen entfaltet sich die optimale entzündungshemmende Wirkung.
• Achten Sie beim Kauf eines Bromelain-Produktes darauf, dass die enzymatische Aktivität bei mindestens 2,2 F.I.D. (pro mg) liegt.
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Selen schützt vielleicht vor Blasenkrebs
Um 34% könnte das Risiko von Blasenkrebs sinken, wenn Frauen ausreichend Selen verzehren. Darauf weist eine Studie der Dartmouth Medical School hin: Der Selengehalt der Fußnägel wurde bei 767 Menschen mit frisch diagnostiziertem Blasenkrebs gemessen. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe mit 1.108 nicht erkrankten Menschen hatten die Frauen (nicht die Männer!) einen geringeren Gehalt an Selen in den Nägeln.
Als sichere Höchstmenge gelten in der EU 300 Mikrogramm Selen.
Sources: Cancer Prevention Research
December 2008, doi:10.1158/1940-6207.CAPR-08-0046
„Selenium and Risk of Bladder Cancer: A Population-Based Case-Control Study“
Authors: K. Wallace, K.T. Kelsey, A. Schned, J.S. Morris, A.S. Andrew, M.R. Karagas
GRÜNER TEE
Beschreibung
Der Grüne Tee entstammt der gleichen Pflanze wie sein Pendant, der Schwarzer Tee, und unterscheidet sich von diesem darin, dass die frischen Teeblätter lediglich kurz erhitzt und nicht fermentiert werden. Der unfermentierte Tee behält dadurch seine grüne Farbe, vor allem aber entspricht sein Gehalt an Inhaltsstoffen nahezu dem frischer Teeblätter. Die hohen Anteile sekundärer Pflanzenstoffe und vor allem phenolischer Verbindungen, bestimmen die Wert gebenden Eigenschaften des Grünen Tees. Durch eine Reihe internationaler Studien ist die gesundheitsprophylaktische Bedeutung hinsichtlich degenerativer Erkrankungen nachgewiesen. Im Mittelpunkt stehen dabei die antioxidativen Eigenschaften (Fänger freier Radikale) und der Schutz vor Herz-Kreislauf- sowie Krebserkrankungen.
Anwendungsbereiche und Wirkungen
Wirkungen
Krebsvorbeugung
Bei den krebshemmenden Wirkungen des Grünen Tees konnten bislang drei verschiedenen und parallel ablaufende Mechanismen nachgewiesen werden:
• Als Antioxidantien schützen die phenolischen Stoffe das Gewebe vor aggressiven Sauerstoffradikalen.
• Gleichzeitig blockieren die längere Zeit im Magen verweilenden Catechine die Aufnahme von Karzinogenen, das sind Krebs auslösende Stoffe wie z.B. Amine, Dioxine und Aflatoxine.
• Grüner Tee erhöht vor allem die Konzentrationen der Glutathion-S-Transferasen (GST). GST sind eine Familie von Enzymen, die eine wichtige Rolle in der Unschädlichmachung und Ausscheidung von krebserregenden Substanzen spielen. Sie entgiften Biozide, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Ethylenglykole, PCB, Aflatoxine und andere Xenobiotika.
Herz-Kreislauf-Schutz
Die Schutzeffekte für das Herz-Kreislauf-System sind ebenfalls auf die Catechine zurückzuführen. Catechine verändern die Struktur des (gefäßschädigenden) LDL-Cholesterins, so dass dieses vermehrt ausgeschieden werden kann. Zudem liefert der Tee ein Enzym, das Bluthochdruck entgegensteuert. Gleichzeitig werden die inneren Arterienwände elastisch gehalten und damit arteriosklerotischen Veränderungen, Durchblutungsstörungen und deren Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall vorgebeugt.
Abwehrschutz vor Infektionen
Von Flavonoiden gehen stark antibakterielle, antivirale und fungizide Wirkungen aus, d.h. sie hemmen Bakterien, Parasiten und Pilze. Catechine wirken sowohl bakteriostatisch als auch bakterizid, sie verhindern also nicht nur das Bakterienwachstum, sondern töten diese direkt ab.
Stärkung von Knochen und Zahnsubstanz
Grüner Tee enthält beachtliche Mengen an Fluor und Mangan. Fluor härtet die Zahnsubstanz aus und sorgt für die Stabilität von Knochen und Zähnen. Mangan begünstigt zugleich die Knochenmineralisation durch Calcium.
Verdauungsförderung
Flavonoide haben eine allgemeine beruhigende Wirkung auf den Verdauungstrakt, überschüssige Magensäuren werden aufgrund des alkalischen Charakters gemildert.
Unterstützung der Gewichtsreduktion
Drei Effekte:
• Die enthaltenen Saponine haben die Fähigkeit, Fett zu binden und deren Aufnahme im Darm zu vermindern.
• Die mit Koffein verwandten Stoffe Theobromin, Theophylin sowie Katechinphenole wirken thermogen, steigern also die Thermogenese und damit Fettverbrennung durch Anhebung Stoffwechselrate.
• Grüner Tee reduziert das Appetitempfinden.
Unterstützung bei Arthritis
Flavonoide zeigen entzündungshemmende Eigenschaften bei degenerativen Erkrankungen wie z.B. Arthritis. Zudem verstärken sie die Wirkung von Glucosamin und Chondroitinsulfat, den so genannten „Knorpelnährstoffen“, die bei der ergänzenden Mikronährstofftherapie bei Arthritis im Mittelpunkt stehen.
Wirkstoffe
Grüner Tee enthält ca. 130 Inhaltsstoffe, die ihre Wirkungen teilweise synergistisch, d.h. im Verbund miteinander, noch verstärken können. Die wichtigsten Bestandteile sind die Polyphenole, auch Gerbstoffe genannt, die 30-40% der Trockensubstanz ausmachen. Zu mehr als 70 % der Polyphenole sind die wertvollen Catechine vertreten, die zu den Flavonoiden zählen. Gemeinsam mit Aminosäuren (2-4 %) und Koffein (3–5 %) machen sie die zentralen Wirkstoffe des Grünen Tees aus.
Catechine (Flavonoide): Die mengenmäßig stärkste Wirkstoffgruppe, mit den zugleich meisten nachgewiesenen gesundheitsfördernden Wirkungen, bilden die Catechine.
Hiervon besitzen die Epigallocathechin-3-O-gallaten, kurz EGCG die größte Bedeutung. EGCG sind Antioxidantien, die zwischen 20- und 100-mal so wirksam sind als Vitamin C und E. Da sie zudem andere Antioxidantien, z.B. Coenzym Q10 und Vitamin C, stabilisieren können, vervielfachen sie den antioxidativen Gesamtschutz um den Faktor 10. Catechine sind besonders vielseitige Substanzen.
Sie wirken
• antikarzinogen (hemmen Karzinogene z.B. Amine, Dioxine, Aflatoxine)
• antiviral (hemmen Viren),
• antimikrobiell (hemmen das Bakterienwachstum und töten Bakterien),
• cholesterin- und blutfettwertregulierend,
• blutdruckregulierend und
• steuern der Bildung arteriosklerotischer Ablagerungen (Plaques) entgegen.
Koffein (Teein), Theophyllin und Theobromin: Wie auch im Kaffee ist das Koffein für die anregende Wirkung verantwortlich. Im Tee wird es oft auch als Teein (Thein oder
Tein) bezeichnet, um es vom Koffein aus Kaffee zu unterscheiden, gleichwohl handelt es
sich um die identische Verbindung. An Gerbstoffen gebunden entfaltet sich die Koffein-Wirkung des Tees langsamer, dafür anhaltender als im Kaffee und wirkt damit zwar an-, nicht aber aufregend. Insgesamt drei im Grünen Tee enthaltene Alkaloide wirken stimmungsaufhellend auf das zentrale Nervensystem: Koffein, Theophyllin und Theobromin.
Fluor: Das zahnhärtende Mineralsalz Fluor optimiert die bereits karieshemmende Wirkung des Grünen Tees durch die enthaltenen (antibakteriellen) Catechine und macht Grünen Tee zum Getränk zum Schutz der Zahngesundheit.
Aminosäuren: Die Aminosäuren, darunter vordergründig Theanin, sind für den Wohlgeschmack des Grünen Tees verantwortlich.
Weitere nennenswerte Inhaltsstoffe des Grünen Tees sind Vitamin C, B1, B2 und B12, Zink, Magnesium, Mangan sowie Saponine (sekundäre Pflanzenstoffe).
Zufuhrempfehlungen und Hinweise
Zufuhrempfehlung
Um präventiv-wirksame Effekte zu erzielen, ist eine Aufnahme von 5-6 Tassen Grüner Tee erforderlich. Wenig-Teetrinker erreichen diese Effekte durch Ergänzung mit Grüner Tee-Extrakt, der in Form von Kapseln verzehrt werden kann. Vorteil der Nahrungsergänzung ist der verlässliche Gehalt an Catechinen, welche wenigsten 30 % und Polyphenole, zu 50 % des Grüner Tee-Extrakt ausmachen sollten.
Die übliche tägliche Verzehrmenge liegt bei 100 bis 350 mg.
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