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Archiv für die Kategorie ‘Prostata

Vitamine und Selen schützen nicht vor Prostatakrebs?

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Wieder eine klinische Studie, die keinen Einfluss von Vitaminen und dem Spurenelement Selen auf Krebs zeigte. 35.000 Männer über 55 Lebensjahre erhielten im Rahmen der SELECT-Studie über ein Zeitraum von 5 1/2 Jahren Vitamin E, Selen oder ein Placebo. Es gab keinen signifikanten Unterschied in der Häufigkeit von Prostatakrebs. Doch:

5 bis 6 Jahre sind ein sehr kurzer Zeitraum, um den Einfluss von Mikronährstoffen auf die Krebshäufigkeit messen zu wollen.

Ein Beobachtungszeitraum von sechs Jahren mag ausreichen, um die Wirkung von Medikamenten zu testen. Jedoch müssen für Mikronährstoffe längere Zeiträume betrachtet werden. Mikronährstoffe wirken miteinander. Es macht keinen Sinn, ein oder zwei isolierte, synthetische Vitamine zu verabreichen., um Krebs vorzubeugen 

Verwendet wurde synthetisches Alpha-tocopherol als Vitamin E, nicht das natürliche Vitamin E, welches alle Mitglieder der Vitamin E – Familie, also auch Beta- und Gamma-Toc sowie die Tocotrienole enthält. Studie um Studie zeigt, dass die Gabe isolierter, synthetischer Mikronährstoffe keinen Effekt auf die Krebshäufigkeit haben.

Dennoch zeigen noch viel mehr epidemologische Studien, das Menschen mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse und einem niedrigen Anteil an tierischen Fetten ein geringeres Risiko haben, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Dies gilt insbesondere für einen hohen Anteil an Vitamin E und Selen in der Nahrung. Jedoch eben das natürliche Vitamin E und nicht das synthetische Alpha-Tocopherol.

Sollten Sie nun Ihre Vitamintabletten in den Müll werfen? Lieber nicht. Verzehren Sie täglich ein Multivitamin und  -mineral, das Mikronährstoffe aus Obst- und Gemüseextrakten enthält. Ein Produkt, welches das gesamte Spektrum einer gesunden Ernährung in konzentrierter Form abbildet. 200 Mikrogramm Selen sind nicht zu viel. So viel verzehren schon mit nur ein bis zwei Paranüssen.

Geschrieben von gesundreich

11. 12. 2008 um 17:33

Veröffentlicht in Prostatakrebs, Vitalstoffe

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BROCCOLI (INDOL-3-CARBINOL)

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Beschreibung

Broccoli und andere Kohlgemüse aus der Gruppe der Kreuzblütler (Cruciferae) zählen zu den Nahrungsmitteln, deren Bedeutung in der Prävention in zahlreichen Studien seit 1960 nachgewiesen wurde. Diese Wirkungen basieren insbesondere auf einen speziellen Inhaltsstoff: dem Indol-3-Carbinol.

Indol-3-Carbinol ist ein Phytohormon der Gruppe Indole und ein Stoffwechselprodukt der Glucosinolate (Sekundäre Pflanzenstoffe). Indol-3-Carbinol unterstützt die körpereigene Abwehr mit seinen ausgeprägt antioxidantischen und antikarzinogenen (krebshemmenden) Fähigkeiten. Es steuert als Phytoöstrogen hormonabhängigen Krebserkrankungen entgegen, kann Giftstoffe aus der Umwelt unschädlich machen und die Leber bei der Entgiftung unterstützen. Besonderes Augenmerk wird auf die Phytoöstrogenwirkung von Indol-3-Carbinol und der Bedeutung für die Entstehung hormonabhängiger Tumorarten, wie Brust- und Prostatakrebs, gelegt. Das Glucosinolat Indol-3-Carbinol wird über die Magenschleimhaut rasch resorbiert und in der Leber verstoffwechselt. Bei oraler Zufuhr werden bereits nach ca. 2 Stunden die höchsten Konzentrationen im Blut und nach 2-4 Stunden eine maximale Urinausscheidung erreicht.

Anwendungsbereiche und Wirkungen

Anwendungsbereiche
Bindung krebsauslösender Stoffe
Indol-3-Carbinol ist in der Lage, die Bindung, Unschädlichmachung und Ausscheidung von Karzinogenen (krebsauslösenden Stoffen) wie z.B. Amine, Dioxine und Aflatoxine, zu fördern und damit die Schädigung der DNA (zelluläre Erbsubstanz) zu verhindern.

Hemmung hormonabhängiger Tumorarten
Indem es die Umwandlung von Östrogen in einen kanzerogenen Stoff verhindert, hemmt Indol-3-Carbinol die Entstehung hormonabhängiger Tumorerkrankungen also Brust-, Gebärmutterschleimhaut-, Prostata- und Darmkrebs.

Unterstützung der Leber
Indol-3-Carbinol regt die Bildung von Gluathion in den Hepatozyten (Leberzellen) an, einer Substanz, die für die Unterstützung der Leber bei der Unschädlichmachung und Entgiftung aufgenommener Umweltschadstoffe notwendig ist.

Antioxidant und Immunstärker
Stark antioxidative Fähigkeiten sowie die Aktivierung entgiftender Enzyme und direkt immunmodulatorische Effekte sind ebenfalls Eigenschaften von Indol-3-Carbinol.

Hilfreich bei Fibromyalgie und dem Müdigkeitssyndrom
Behandlungsunterstützend hat sich Indol-3-Carbinol bei der Linderung von Symptomen
der Muskel-Nervenerkrankung Fibromyalgie und des chronischen Müdigkeitssyndroms
(CFS) bewährt.
Zufuhrempfehlungen und Hinweise

Die Aufnahme von Indol-3-Carbinol aus der Nahrung ist hinsichtlich präventiver Effekte unzureichend. Indol-3-Carbinol ist wie alle Glucosinolate hitzeempfindlich.
100 g erhitzter Broccoli enthalten durchschnittlich nur noch 21 mg Glucosinolate, unerhitzt (roh) sind 51 mg Glukosinolate enthalten. Zu geringer Gemüse- sowie  seltener Rohverzehr haben eine täglichen Durchschnitts-Aufnahme von nur 43 mg Glukosinolaten zum Ergebnis.
Aufgrund dieser geringen Aufnahme von Indol-3-Carbinol mit der üblichen Nahrung, kann die Ergänzung in Form von Broccoli Extrakt zur vorbeugenden Stärkung der Abwehr grundsätzlich empfohlen werden.

Besonders zur Ergänzung mit dem Immunstärker Indol-3-Carbinol wird geraten bei:

• einseitiger Ernährung
• starkem Genussmittelkonsum
• Stress oder geschwächter Immunabwehr
• älteren Menschen
• chronischer Medikamenteneinnahme

Ein therapeutischer Einsatz von Indol-3-Carbinol kann für Fibromyalgie, dem chronischen Müdigkeitssyndrom sowie bei Brust- und Prostatakrebs erfolgen.

Zufuhrempfehlung
Zur Prävention werden täglich 400 mg Indol-3-Carbinol empfohlen. Therapeutisch sind höhere Dosen möglich.

Gegenanzeigen
Für Schwangere ist die Ergänzung mit Indol-3-Carbinol aufgrund der Einwirkung auf das weibliche Hormon Östrogen nicht geeignet.
Literaturquellen

1. Fahey, J., Zalcmann, A., Talalay, P.: The chemical diversity and distribution of glucosinolates and isothiocyanates among plants. Phytocheistry 56, S.5-51 (2000).
2. Kushad, M.M., Brown, A.F, et al.: Variation of glucosinolates in vegetable crops of Brassica oleracea. J. Agric. Food Chem. 47 S. 1541-1548 (1999).
3. Lee I., Han .F, Baeck J., et al.: Inhibition of MUCI expression of indole-3-carbinol.; Int J Cancer 109:810-16. (2004).
4. Mithen, R.F. et al.: The nutritional significance, biosynthesis and bioavailability of glucosinolates in human foods. J. Sci. Food Agric. 80 S. 967-984 (2000).
5. Nugon-Baudon, L., Rabot, S.: Glucosinolates and glucosinolate derivates: implications for protec-tion against chemical carcinogenesis. Nutr. Res. Rev. 7, S. 205-231 (1994).
6. Schmidt E., Schmidt N.: Leitfaden Mikronährstoffe. Orthomolekulare Prävention und Therapie, S. 61-64 (2004).

Geschrieben von gesundreich

5. 12. 2008 um 16:46

Prostatakrebs: Granatapfel-Saft gegen Tumorzellen?

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Ein Glas Granatapfel-Saft am Tag könnte die Entwicklung von Prostatakrebs verlangsamen, meinen US-Forscher. Die zentralasiatische Frucht mit den tiefroten Kernen enthalte einen Chemikalien-Cocktail, der Zellschädigungen verringere und möglicherweise auch Krebszellen bekämpfe.

Die Wissenschafter von der University of California in Los Angeles hatten den bei Mäusen beobachteten Effekt nun auch bei Menschen untersucht. Einbezogen waren 50 männliche Probanden, die eine Operation oder Strahlenbehandlung wegen Prostata-Krebs hinter sich hatten, und bei denen Anzeichen einer raschen Rückkehr des Tumors vorlagen.

Auf der Grundlage von Messungen des prostataspezifischen Antigens (PSA) wurde das Fortschreiten des Tumorwachstums erhoben. Bis sich die PSA-Werte vom Ausgangspunkt aus verdoppelten, dauerte es im Normalfall durchschnittlich 15 Monate. Nahmen die Patienten jedoch täglich Granatapfel-Saft zu sich, verlängerte sich die Dauer auf 54 Monate, geben die Studienautoren im Fachblatt „Clinical Cancer Research“ an.

„Die Geschwindigkeit der PSA-Zunahme ging bei jenen, die den Granatapfel-Saft tranken, um 35 Prozent zurück“, berichtet Erstautor Allan Pantuck. „Wir hoffen, dass Granatapfel-Saft eine neue Strategie zur Verlängerung der Verdopplungszeit bei wegen Prostatakrebs behandelten Männern bietet“, sagt der Studienleiter. Zwar könne man die Patienten mit dem Fruchtsaft sicherlich nicht heilen, doch lasse sich das Voranschreiten der Krankheit mit dieser einfachen Maßnahme womöglich bremsen.

 

Geschrieben von gesundreich

29. 9. 2008 um 15:50

Veröffentlicht in Medizin, Prostata

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Granatapfel bremst Prostatakrebs

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Prostatakrebs-Patienten können offenbar ihren PSA-Wert wesentlich länger stabil halten, wenn sie täglich ein Glas Granatapfelsaft trinken. In einer US-Studie verlängerte das Getränk den Zeitraum, in dem sich der Wert des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) verdoppelte, um 39 Monate auf die vierfache Zeit. Der PSA-Wert gilt als der wichtigste Verlaufsindikator bei Prostatakrebs. Je langsamer der PSA-Wert steigt, desto besser die Prognose und Lebenserwartung. Alle Patienten der Studie hatten trotz vorheriger Operation oder Bestrahlung wieder steigende PSA-Werte, was ein Fortschreiten der Krankheit bedeutet. Während vor dem Verzehr des Granatapfelsafts die durchschnittliche Verdoppelungszeit des PSA-Wertes bei etwa 15 Monaten lag, verlängerte der tägliche Konsum von einem Glas Granatapfelsaft die Spanne auf 54 Monate, berichtete im Juli 2006 das Team um Allan Pantuck von der University of California in Los Angeles im Journal „Clinical Cancer Research“. Dies sei zwar keine Heilung, der Saft habe aber offenbar großen EinFluss auf das Tumorwachstum, betont Studienleiter Pantuck. Ähnliche Effekte konnten bereits in zahlreichen früheren Studien nachgewiesen werden, doch dies war die erste Phase-II-Studie, die die krebshemmende Wirkung sehr eindrucksvoll an Krebskranken aufzeigte. Das Getränk schlug bei über 80 Prozent der 48 Teilnehmer an.

Die Synergie von antioxidativen, antientzündlichen und antiöstrogenen Inhaltsstoffen

Als erster erkannte der israelische Arzt und Wissenschaftler Dr. Ephraim Lansky die besondere Wirkung des Granatapfels bei Prostatakrebs. In zahlreichen Forschungsarbeiten hat er die Aufmerksamkeit der Wissenschaft auf dieses Thema gelenkt. Lansky konnte auch nachweisen, dass es nicht um einzelne chemische Verbindungen im Granatapfel geht, sondern vielmehr um das Zusammenspiel und die gegenseitige Verstärkung (Synergie) der Gesamtheit der Inhaltsstoffe mit antioxidativer, antientzündlicher und antiöstrogener Wirkung. Aus diesem Grund rät er auch davon ab, auf einen Inhaltsstoff standardisierte Präparate (z. B. 40% Ellagsäure) aus Samen und Schale zu verwenden. Für diese Präparate wurden nie die besonderen Wirkungen des Granatapfelsaftes nachgewiesen.

Der Granatapfel kann vor Brustkrebs schützen

Im Rahmen eines größeren Forschungsprojekts (Kim, Lansky und Kollegen, 2002) zeigte sich, dass die die Polyphenole aus dem Saft auch eine antiöstrogene Wirkung haben. Dieser Effekt war am deutlichsten in seiner fermentierten Form. Und es zeigte sich auch, dass der Granatapfel in der Lage ist, das Schlüsselenzym Aromatase zu blockieren und so die Östrogensynthese im Fettgewebe zu senken. Neben der antioxidativen Wirkung der Polyphenole waren es die antiöstrogene Wirkung, die sich so wirkungsvoll gegen Brustkrebs erwies. Der Granatapfel wirkt sowohl als schwaches pflanzliches Östrogen und lindert dadurch Wechseljahresbeschwerden als auch antiöstrogen und schützt so vor Brustkrebs.

Überzeugende Studienlage

Zum Granatapfel sind in den letzten Jahren über 150 positive wissenschaftliche Studien in anerkannten Fachzeitschriften veröffentlicht worden. Danach bekämpft der Granatapfelsaft Herz-Kreislauf-Erkrankungen und senkt den Blutdruck. In einer kontrollierten Doppel-Blind Studie an 45 Teilnehmern mit Koronarer Herzkrankheit konnte z. B. bereits nach 3 Monaten eine um 17% verbesserte Durchblutung des Herzmuskels festgestellt werden. Die Zahl der Angina-Pectoris-Anfälle halbierte sich. Der Saft hat auch eine anti-entzündliche Wirkung, was insbesondere Gelenkbeschwerden bei Arthritis lindern kann. Er kann wirkungsvoll die Entwicklung von Alzheimer-Demenz hemmen und – wenn die Mutter in der Schwangerschaft Granatapfelsaft trinkt – schützt er Neugeborene vor Gehirnschäden. Kein Wunder, dass im Osten der Granatapfel seit Jahrtausenden als Symbol der Unsterblichkeit und Fruchtbarkeit gilt und bis zum Mittelalter auch das Wappenzeichen zahlreicher Ärzteschaften in ganz Europa war.

 

Geschrieben von gesundreich

29. 9. 2008 um 15:45

Veröffentlicht in Medizin, Prostata

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