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Selen schützt vielleicht vor Blasenkrebs

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Um 34% könnte das Risiko von Blasenkrebs sinken, wenn Frauen ausreichend Selen verzehren. Darauf weist eine Studie der Dartmouth Medical School hin: Der Selengehalt der Fußnägel wurde bei 767 Menschen mit frisch diagnostiziertem Blasenkrebs gemessen. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe mit 1.108 nicht erkrankten Menschen hatten die Frauen (nicht die Männer!) einen geringeren Gehalt an Selen in den Nägeln.

Als sichere Höchstmenge gelten in der EU 300 Mikrogramm Selen.

Sources: Cancer Prevention Research
December 2008, doi:10.1158/1940-6207.CAPR-08-0046
„Selenium and Risk of Bladder Cancer: A Population-Based Case-Control Study“
Authors: K. Wallace, K.T. Kelsey, A. Schned, J.S. Morris, A.S. Andrew, M.R. Karagas

Geschrieben von gesundreich

11. 12. 2008 um 17:51

Vitamine und Selen schützen nicht vor Prostatakrebs?

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Wieder eine klinische Studie, die keinen Einfluss von Vitaminen und dem Spurenelement Selen auf Krebs zeigte. 35.000 Männer über 55 Lebensjahre erhielten im Rahmen der SELECT-Studie über ein Zeitraum von 5 1/2 Jahren Vitamin E, Selen oder ein Placebo. Es gab keinen signifikanten Unterschied in der Häufigkeit von Prostatakrebs. Doch:

5 bis 6 Jahre sind ein sehr kurzer Zeitraum, um den Einfluss von Mikronährstoffen auf die Krebshäufigkeit messen zu wollen.

Ein Beobachtungszeitraum von sechs Jahren mag ausreichen, um die Wirkung von Medikamenten zu testen. Jedoch müssen für Mikronährstoffe längere Zeiträume betrachtet werden. Mikronährstoffe wirken miteinander. Es macht keinen Sinn, ein oder zwei isolierte, synthetische Vitamine zu verabreichen., um Krebs vorzubeugen 

Verwendet wurde synthetisches Alpha-tocopherol als Vitamin E, nicht das natürliche Vitamin E, welches alle Mitglieder der Vitamin E – Familie, also auch Beta- und Gamma-Toc sowie die Tocotrienole enthält. Studie um Studie zeigt, dass die Gabe isolierter, synthetischer Mikronährstoffe keinen Effekt auf die Krebshäufigkeit haben.

Dennoch zeigen noch viel mehr epidemologische Studien, das Menschen mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse und einem niedrigen Anteil an tierischen Fetten ein geringeres Risiko haben, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Dies gilt insbesondere für einen hohen Anteil an Vitamin E und Selen in der Nahrung. Jedoch eben das natürliche Vitamin E und nicht das synthetische Alpha-Tocopherol.

Sollten Sie nun Ihre Vitamintabletten in den Müll werfen? Lieber nicht. Verzehren Sie täglich ein Multivitamin und  -mineral, das Mikronährstoffe aus Obst- und Gemüseextrakten enthält. Ein Produkt, welches das gesamte Spektrum einer gesunden Ernährung in konzentrierter Form abbildet. 200 Mikrogramm Selen sind nicht zu viel. So viel verzehren schon mit nur ein bis zwei Paranüssen.

Geschrieben von gesundreich

11. 12. 2008 um 17:33

Veröffentlicht in Prostatakrebs, Vitalstoffe

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